Vorbildlicher Kooperationsvertrag bündelt Kompetenzen

Andreas Rühling (Mobile Jugendhilfe), Norbert Langen (Jugendberufshilfe) und Annegret Lange-Kreutzfeldt (KSB; stehend v.li.) hatten ihre Unterschriften zu „Hand in Hand“ bereits geleistet, als GHS-Schulrektor Uwe Dittmann (Mi.) den Stift in die Hand nahm. (Foto: Georg Bosse)

Grund- und Hauptsschule I, Kinderschutzbund und Jugendamt gehen „Hand in Hand“

BURGDORF (gb). Schule sei mehr als nur die Summe aller Unterrichtsfächer, sagte die Vorsitzende des Burgdorfer Jugendhilfeausschusses, Christiane Gersemann (SPD), anlässlich der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen der Grund- und Hauptschule I (GHS), der Jugendberufshilfe, des Kinderschutzbundes (KSB) und der Mobilen Jugendhilfe der Stadt.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der GHS-Aula setzten stellvertretend für die jeweiligen Vertragsspartner Schulrektor Uwe Dittmann, Norbert Langen (Jugendberufshilfe), Annegret Lange-Kreutzfeldt (KSB) und Andreas Rühling (Mobile Jugendhilfe) ihre Unterschriften auf das Papier. Es habe einen langen Atem gebraucht, um die einzelnen Konzepte in Zusammenarbeit mit dem Burgdorfer Jugendamt in Schriftform zu gießen, die jetzt unter dem Titel „Hand in Hand“ interdisziplinäre Projekte verbindlicher vorantreiben möchten, so Jutta Goldbach für den Kinderschutzbund. „Dieser Kooperationsvertrag soll die Bildungschancen für unsere Kinder und die Vernetzung zwischen den beteiligten Institutionen erhöhen“, deutete Dittmann an.
Arbeitsgruppen, bestehend aus Teilen der GHS-Lehrerschaft sowie Mitarbeitern des KSB und des Jugendamtes, sahen es für notwendig an, ihre Kompetenzen zu bündeln, um ihren gesellschaftlichen Bildungsauftrag offensiver umzusetzen. Bildung sei keine exklusive Angelegenheit der Schule. Bildung sei eine Lebensaufgabe, die auch die Aneignung reflexiver und sozialer Befähigungen beinhalten müsse, um verantwortlich handeln und Gesellschaft mitgestalten zu können, heißt es sinngemäß in einem Begleittext zur Unterzeichnung von „Hand in Hand“.
„So gesehen ist dieser Kooperationsvetrag, der aus der täglichen Kleinarbeit entstanden ist, ein vorbildhaftes Bündnis“, gratulierte Burgdorfs 1. Stadtrat Dagobert Strecker den Akteuren zu der beispielgebenden Vereinbarung. Denn die schwierige Situation der Hauptschulen verlange nach Unterstützung und praktischer Hilfe. Im Zuge von „Hand in Hand“ wurde außerdem eine Schulsozialarbeiterstelle aus dem Landesprogramm zur „Profilierung der Hauptschule“ geschaffen. Noch einmal Christiane Gersemann: „Nur mit Perspektiven und Stabilität kann Bildung gelingen.” Dazu ist in Burgdorf mit „Hand in Hand“ ein richtiger Schritt getan worden.