Von Stettin bis Danzig

Auch in der bekannten Stadt Stettin machte Ernie Meyer Halt. (Foto: Ermie Meyer)

Ernie Meyer berichtet am 19. Januar im Stadthaus mit Fotos und Filmen von seiner Reise durch Hinterpommern

BURGDORF (r/fh). Auf den Spuren von Reichskanzler Otto von Bismarck, Altkanzler Helmut Schmidt und Marion Gräfin Dönhoff hat Ernie Meyer das ehemalige Hinterpommern erkundet. Darüber wird er im Stadthaus, Sorgenser Straße 31, nicht nur berichten, sondern auf einer fünf Meter breiten Leinwand auch Fotos und Filmaufnahmen von seiner Reise zeigen. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 19. Januar, um 15.30 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 11 Euro bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862. An der Tageskasse kosten sie 12,50 Euro.
Im Hinterpommerschen Land entdeckt Meyer Sandstrände und einzigartige Dünenlandschaften an der Ostseeküste zwischen Stettiner Haff und Danziger Bucht. Weiter geht es durch ausgedehnte Wälder, malerische Flussläufe, kleine Dörfer mit anmutigen Kirchen, Felder und Auen, kleine Fischerdörfer, traditionsreiche Badeorte und historische Städte.
Die Schlösser der Pommerschen Herzöge, alte Gutshäuser und gotische Backsteinkirchen formen das Land zwischen Oder und Weichsel. "Wasserfälle wären zu laut für diese Landschaft, hohe Berge würden dem weiten Horizont im Wege stehen. Stille gehört so selbstverständlich zu Hinterpommern, dass darüber kein Wort zu verlieren ist", beschreibt Meyer. Nur das Klappern der Störche durchbreche sie hin und wieder.
Der Landstrich ist wie kaum ein anderer geprägt von Alleen: Hundertjährige Eichen, Eschen und Linden begleiten die Straßen tunnelartig von Dorf zu Dorf, durchqueren riesige gelbe Rapsfelder, grüne Getreidefelder und verschwinden hinter sanften Hügeln. "Hinterpommern ist daher auch ein wahres Paradies für Reiter und Fahrradfahrer", schwärmt Meyer.
Eine Landschaft, in welcher sich nicht nur Otto von Bismarck in Varzin oder Max Schmeling wohl fühlten. Auch Altkanzler Helmut Schmidt gefiel Hinterpommern, er kam oft dorthin und besuchte die Familie Bismarck. Der Altkanzler hat in dem kleinen Ort Külz bei Naugard sogar die Eröffnungsrede anlässlich der Einweihungsfeier der Deutsch-Polnischen Begegnungsstätte gehalten – sie befindet sich in einem wunderbar restaurierten Gutshaus der Familie Bismarck.
Auf seiner nostalgischen Exkursion mit Auto, Pferd und Wanderschuhen hat Ernie Meyer auch bekannte Städte wie Stettin, Kolberg, Schlawe, Stolp, Leba und Rügenwalde besucht, aber auch unbekannte verträumte Dörfer, wie Külz, Wusterwitz, Krangen, Varzin, Rügenwaldermünde, Klucken und Leba. Vorbei an den alten Schlössern und Gütern der Bismarcks wie Zitzewitz und Podewills. Hoch zu Ross ist Ernie Meyer zum Bismarckschloss nach Varzin geritten, das wieder aufwendig restauriert wurde. In der Stadt Schlawe – heute Slawno – hat Meyer das 20-jährige Partnerschaftstreffen mit dem Verein für Städtepartnerschaften der deutschen Stadt Rinteln miterlebt.