Von der „Traumfabrik“ in die KulturWerkStadt

Mit Michael-Andreas Wahle ist in der Burgdorfer KulturWerkStadt die Klappe zu „Ein Hauch von Hollywood - was einst den Stars gehörte“ gefallen. (Foto: Georg Bosse)

„Was einst den Stars gehörte“ kommt aus Hollywood nach Burgdorf

BURGDORF (gb). „Ein Hauch von Hollywood“ weht seit vergangenem Samstag durch Burgdorfs KulturWerkStadt. Die gleichnamige Ausstellung, die noch bis zum 31. Oktober zu besichtigen ist, zeigt, „was einst den Stars gehörte“, und bietet so Filmfreunden einen ganz besonderen Kontakt zu lebenden und verstorbenen TV- und Leinwandkünstlern. Die mit dem Fachmedienpreis 2008 ausgezeichnete Präsentation mit Exponaten des Sammlers Michael-Andreas Wahle aus Hattersheim/Main emöglicht den staunenden Betrachter eine nahezu intime Sicht auf Filmstars aus Vergangenheit und Gegenwart.
Stars und Sternchen, Scharlatane und Genies gaben und geben sich noch heute sattsam beobachtete Stelldicheins in der „Traumfabrik“ der Hollywood Hills in Los Angeles. Für die schon klassische Filmgeschichte stehen Idole wie Humphrey Bogart, Charles Bronson, Marlon Brando, Katherine Hepburn, Alfred Hitchcock oder Marilyn Monroe. Die heutigen Kinohelden und -heldinnen sind unter anderen Kim Basinger, George Clooney, Leonardo DiCaprio, Keanu Reeves, Sharon Stone oder „Titanic“-Ikone Kate Winslet.
Während ein aus dem Jahr 1928 stammender Scheck von Stan Laurel („Dick & Doof“; † 23. Februar 1965) das älteste Stück der Burgdorfer Ausstellung ist, so soll eine Goldmünze aus dem Kassenschlager „Fluch der Karibik“ mit Johnny Depp das jüngste Exponat sein. „Nichts ist authentischer als die Unterschrift der Stars auf ihren persönlichen Schecks“, erklärte Michael-Andreas Wahle und verwies damit indirekt auf die Echtheit seiner Sammlung. Weiterhin erinnern Briefe, handsignierte Fotos, Filmpreise und Requisiten an vergangene und heutige Hollywood-Größen. So zum Beispiel die (Film-) FBI-Ausweise der „Akte X“-Agenten Mulder (David Duchovny) und Scully (Gilian Anderson) oder Leonardo DiCaprios Filmkleidung aus dem Blockbuster „Gangs of New York“ von Regisseur Martin Scorsese. „Nach dem Dreharbeiten wurde der gesamte Filmset zu Gunsten krebskranker Frauen versteigert“, weiß Wahle. Auch der persönliche Nachlass und Haushalt von verstorbenen Kinoberühmtheiten werde häufig verramscht oder komme für wohltätige Zwecke unter den Hammer, so der Experte.
„Das Phänomen „Traumfabrik“ war und ist mit seinen Helden und Schurken, mit Filmen über Liebe, Intrigen und Verschwörungen auch immer ein Spiegel US-amerikanischer Geschichte und Politik. Und so werde „Ein Hauch von Hollywood“ auch dieses Mal wieder den Publikumsgeschmack treffen, ist sich Bürgermeister Alfred Baxmann sicher.
„Was einst den Stars gehörte“ und die Besucher „auf Tuchfühlung“ mit ihren Filmhelden aus Vergangenheit und Gegenwart bringt, ist in der Burgdorfer KulturWerkStadt (Poststraße 2) immer samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr kostenfrei zu sehen. Während des Oktobermarktes vom 1. bis 3. Oktober ist „Ein Hauch von Hollywood“ durchgehend bis 20.00 Uhr zu erleben. Besuchergruppen können beim Geschäftsführer des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), Gerhard Bleich, eine Sonderführung unter der Telefonnummer: (05136) 18 62 buchen.