Von Burgdorfer Bergleuten

Horst Regenthal (links) führt a Pfingstmontag noch einmal durch die Ausstellung "Glück auf, der Steiger kommt" im Stadtmuseum. (Foto: Joachim Lührs)

Zum Abschluss der Schau "Glück auf, der Steiger kommt" bietet das Ausstellungsteam am Pfingstmontag noch zwei Führungen an

BURGDORF (r/fh). Wer sich die Ausstellung "Glück auf, der Steiger kommt" noch ansehen möchte, hat dazu am Pfingstmontag die letzte Gelegenheit. Am kommenden Samstag und Sonntag bleibt das Stadtmuseum, Schmiedestraße 6, geschlossen. Am Pfingstmontag öffnet die Schau dann von 14 bis 17 Uhr noch ein letztes Mal ihre Pforten. Zum Ausklang bietet das Ausstellungsteam am Pfingstmontag, 10. Juni, zwei Führungen ab 14.30 und ab 15.30 Uhr an. Außerdem bietet der VVV-Arbeitskreis während der gesamten Öffnungszeit selbstgebackenen Kuchen im Museumscafé an.
Bei der ersten Führung ab 14.30 Uhr stellt Thomas Degro die Geschichte der regionalen Erdölförderung in den Vordergrund. Er ist ehrenamtlicher Mitarbeiter des Teerkuhlenmuseums Hänigsen und hat mit seinem Ausstellungsteam die im Jahr 1907 beginnende Geschichte der Erdölförderung im Raum Hänigsen und Nienhagen nachgezeichnet. Bei seinem Rundgang geht er schwerpunktmäßig auf die besondere Beziehung zwischen dem „weißen“ Gold (Salz) und dem „schwarzen“ Gold (Erdöl) näher ein, die auch in der Region um Hänigsen zu beobachten ist.
Ab 15.30 Uhr übernimmt Horst Regenthal eine weitere Führung und begibt sich mit den Teilnehmern auf einen Rundgang durch den von ihm zusammengestellten Teil der Schau. Er erinnert daran, dass der Kaliabbau in den beiden Bergwerken „Riedel“-Hänigsen und „Niedersachsen“-Wathlingen über 100 Jahre ein Wirtschaftszweig von erheblicher Bedeutung war. Davon abhängig waren tausende Werksangehörige im Raum zwischen Burgdorf, Hänigsen und Wathlingen. „Riedel“ galt in den 1970er Jahren sogar als das tiefste Kalibergwerk der Welt.
Regenthal stellt den Besuchern unter anderem einen Förderwagen, ein Schienenfahrrad aus den 1950er Jahren, typische Arbeitsgeräte wie Bohrmeißel, Rettungsgeräte, einen Pferdewagen, Arbeitskleidung und alte Bergmannstrachten vor.