Von Bauernhochzeit bis Hirschjagd

In der Zinnfigurenausstellung sind Szenen aus der Stadtgeschichte zu sehen. (Foto: Joachim Lührs)

Zinnfigurenausstellung im Stadtmuseum zeigt Szenen aus der Burgdorfer Alltagsgeschichte

Burgdorf (r/fh). Während im Erdgeschoss des Stadtmuseums zur Zeit die Schau "Kuriositäten auf zwei Rädern" zu sehen ist, können Besucher im Obergeschoss Szenen aus der Burgdorfer Alltagsgeschichte entdecken, die mit Zinnfiguren nachgestellt wurden. Beide Ausstellung sind noch bis zum 16. August zu sehen. Das Stadtmuseum, Schmiedestraße 6, öffnet zur Zeit immer sonntags von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Plastischen Schaubilder aus Zinnfiguren zeigen zum Beispiel, die Brandbekämpfung um das Jahr 1830, ein Fest im Burgdorfer Schloss um das Jahr 1770 und einer Bauernhochzeit in Schillerslage im Jahr 1883. Auch eine Hirschjagd im 17. Jahrhundert mit Herzog Georg Wilhelm von Celle ist zu sehen.
Die Burgdorfer Zinnfigurensammlung geht auf den Lehrer Friedrich Schirmer zurück, der sie seit seiner frühesten Jugend zusammengetragen hatte. 1935 zeigte er sie erstmals der Öffentlichkeit. Nach Friedrich Schirmers Tod im Jahr 1973 übernahm die Stadt Burgdorf die in internationalen Fachkreisen hoch angesehene Sammlung.
1978 gelang es einigen enthusiastischen Sammlerfreunden um Friedrich Karl Wiesener und Horst Hübner, die Zinnfiguren mit Unterstützung der Stadtsparkasse Burgdorf in einer Sonderschau einem größeren Publikum wieder zugänglich zu machen. Danach begann die Zusammenarbeit mit dem VVV, woraus auch regemäßige Ausstellungen im Stadtmuseum resultierten.
Aktuell umfasst der Fundus mehrere Großaufstellungen, fast 150 Dioramen (Schaukästen), 60 Kleindioramen und mehr als 200 Kleinaufstellungen mit unzähligen Zinnfiguren. Sie bilden Szenarien aus der Welt- und Regionalgeschichte ab. Als Zinnfigurensammlung in kommunalem Besitz ist sie die größte ihrer Art in Deutschland.