Vom Geschäft mit dem Krieg

Zwei Soldaten bringen den schwer verwundeten Schweizerkas Tonio Schneider zu Mutter Courage (Simone Mende). (Foto: Jochen Quast)

Im Theater am Berliner Ring ist am 3. Mai das Stück "Mutter Courage und ihre Kinder" von Bertolt Brecht zu sehen

BURGDORF (r/fh). Anna Fierling will aus dem Krieg Profit schlagen und zieht als Marketenderin zusammen mit ihren Kindern Eilif , Schweizerkas und der stummen Kattrin den kämpfenden Truppen hinterher. Wegen ihres Mutes wird sie auch "Mutter Courage" genannt. Das gleichnamige Stück von Bertolt Brecht ist am Freitag, 3. Mai, im Theater am Berliner Ring zu sehen. Die Aufführung beginnt um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums, Berliner Ring 27. Ab 19.30 Uhr gibt es eine ostenlose Einführung in die Bühnenhandlung. Eintrittskarten sind bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862, und im Internet unter www.vvvburgdorf.de erhältlich.
Bertolt Brecht hat das Stück "Mutter Courage und ihre Kinder" 1938/39 im schwedischen Exil geschrieben; zwei Jahre später wurde es in Zürich uraufgeführt. Es gehört zu seinen meist gespielten Bühnenwerken. Das ist vermutlich auch der lebensprallen Volkstheaterfigur Anna Fierling zu verdanken, die mit Bauernschläue und Schlagfertigkeit, aber auch Engstirnigkeit und Sturheit gesegnet ist. In dem Stück zeigt Brecht den Krieg als Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln. Und zeigt zugleich: Im Krieg gibt es nur Verlierer.
In Burgdorf wird das Stück wird von einem Ensemble des Theaters für Niedersachsen (TfN) aufgeführt. In der Inszenierung von Lydia Bunk sind in den Hauptrollen Simone Mende (Mutter Courage), Lilli Meinhardt (Kattrin), Dennis Habermehl (Eilif) und Tonio Schneider (Schweizerkas) zu sehen. Szilvia Csaranko (Akkordeon) und Moritz Nikolaus Koch (E-Gitarre) bringen die Bühnenmusik von Paul Dessau zu Gehör. Gastgeber der Aufführung sind der VVV und die Stadt Burgdorf.