Viele Infos in lockerer Atmosphäre

Die Turnabteilung in der TSV Burgdorf lud zum Mitmachen bei Smovey-Trainingseinheiten ein. Foto: Georg Bosse

Besucher rückten dem Burgdorfer Gesundheitstag auf die Bude

BURGDORF (gb). An 35 Informationsständen und in über 20 Fachvorträgen und Workshops haben Ärzte, Apotheker und Gesundheitsexperten, medizinische und versorgende Dienstleister sowie Senioreneinrichtungen und Selbsthilfegruppen am vergangenen Sonntag beim 6. Burgdorfer Gesundheitstag im StadtHaus über den aktuelle Stand der Medizin sowie über ihre umfangreichen Angebote aufgeklärt.
„Wir haben heute einen viel besseren Besuch, als in den vorangegangenen Jahren“, sagte Pflegeheimbetreiber Gaurav Garg. Das lag auch am vielfältigen Vortragsprogramm, das den Teilnehmer viele Fragen zur Palliativpflege (von Andreas Bertram) und zum Prostatakrebs (v. Jürgen Mindermann), zum akuten und chronischen Rückenschmerz (v. Dr. Axel Becker) oder zu barrierereduzierenden Maßnahmen (v. Holger Cuers, Hannoversche Volksbank), beantwortete. Darüber hinaus lud die Turnabteilung in der TSV Burgdorf bei Smovey-Fitnesseinheiten zum Mitmachen ein. „Smovey“ ist ein Kunstwort aus swing, move & smiley. Bei den Sportgeräten handelt es sich um zwei gerippte Schläuche mit jeweils vier freilaufenden Stahlkugeln, deren vibrierender Effekt unter anderem Verspannungen lösen soll.
„Der Burgdorfer Gesundheitstag ist eine tolle Einrichtung, bei der Interessierte in lockerer Atmosphäre zahlreiche Informationsmöglichkeiten angeboten bekommen. Und der Zweijahresrhythmus ist genau richtig“, so Jürgen Mindermann von der Prostata-Selbsthilfegruppe Burgdorf.

Pflege aktuell
Der Deutsche Bundestag hat vor wenigen Tagen das Pflegepersonalstärkungsgesetz verabschiedet. Es tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft und wird dafür sorgen, dass mehr Personal eingestellt wird, dass Pflege besser bezahlt wird und dass sich die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern.
Das Personal in der Krankenhaus-Pflege wird gestärkt. Künftig wird jede zusätzliche und jede aufgestockte Pflegestelle am Bett inklusive Tarifsteigerung vollständig refinanziert. Die Personaldeckelung entfällt. In der Altenpflege werden 13.000 zusätzliche Stellen von den Krankenkassen finanziert. Pflegebedürftige werden hierfür finanziell nicht weiter belastet. Zur Finanzierung werden 640 Mio. Euro von den Krankenkassen bereitgestellt. Auch für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige wird sich die Situation durch das neue Gesetz verbessern. So gelten Fahrtkosten für ambulante Behandlungen für pflegebedürftige oder behinderte Patienten künftig generell als genehmigt. Zudem können pflegende Angehörige künftig nach ärztlicher Verordnung eine stationäre Reha in Anspruch nehmen. Der zu Pflegende kann entweder in der Rehaklinik betreut werden oder die Krankenkasse muss für die Zeit des Aufenthalts eine Versorgung koordinieren