Viele Einsätze für Feuerwehren

Sturmtief "Zeynep" entwurzelte einen Baum, der das Dach der JVA am Peiner Weg traf. (Foto: Feuerwehr Burgdorf)
 
Auch an der Lerchenstraße ist auf dem Grundstück des dortigen Hochhauses ein Baum umgekippt und versperrte den Gehweg. (Foto: privat)

Während der Sturmserie vor einer Woche sind viele Bäume umgestürzt / Trimm-dich-Pfad noch gesperrt

Burgdorf/Uetze (fh). Die Wetterlage hat sich längst wieder beruhigt - doch umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste in Wäldern, auf Grundstücken und Grünstreifen zeugen noch von der Sturmserie vor einer Woche. Der Trimmpfad im Burgdorfer Holz bleibt deshalb für rund vier Wochen gesperrt, bis das Forstamt Fuhrberg die Aufräumarbeiten beendet hat. Gegenwärtig seien die Wege dort teilweise blockiert. Außerdem bestehe die Gefahr, dass einige Bäume zwar stehen geblieben sind, aber ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden, sodass unvermittelt Äste abbrechen oder der ganze Stamm umkippen und Spaziergänger treffen könnte.
Auch der zugehörige Parkplatz ist derzeit für Autofahrer nicht erreichbar, weil eine umgestürzte Eiche die Zufahrt versperrt. Sie soll voraussichtlich erst entfernt werden, wenn die Arbeiten im Bereich des Trimm-dich-Pfads in rund vier Wochen beendet sind. Noch über mehrere Monate hinweg könne es aber immer mal wieder zu Sperrungen kommen, weil auch in den angrenzenden Bereichen noch Sturmschäden beseitigt werden müssen.
Nachdem bereits Sturmtief "Ylenia" die Feuerwehrleute in Burgdorf und Uetze von Mittwoch auf Donnerstags, 16. bis 17. Februar, auf Trab gehalten hatte, bescherte ihnen "Zeynep" von Freitag auf Samstag, 18. bis 19. Februar, noch einmal eine schlaflose Nacht. Trotz der Vielzahl von Einsätzen gab es glücklicherweise weder in Burgdorf noch in Uetze Verletzte.
Bei den Burgdorfer Ortsfeuerwehren gingen die Alarmierungen nahezu im Minutentakt ein. Allein zwischen 17.30 und 2.08 Uhr am frühen Morgen rückten sie insgesamt 41 Mal aus. Im Laufe des Samstags arbeiteten sie tagsüber dann weitere 58 Einsätze ab. Sämtliche Ortsfeuerwehren der Stadt Burgdorf waren mit insgesamt 120 Einsatzkräften beteiligt. Die Einsatzleitung Ort (ELO) war von 17 Uhr bis 4 Uhr besetzt.
Gegen 20.30 Uhr hatten sich an der Friederikenstraße mehrere Bäume ineinander verkeilt und drohten auf ein Haus zu stürzen. Die Feuerwehr brachte deshalb zunächst mehrere Tiere aus einem Anbau in Sicherheit. Anschließend zog sie den umgestürzten Baum aus den anderen heraus und legte ihn gesichert ab. Kurz vor 23 Uhr machte sich die Feuerwehr auf den Weg zur Justizvollzugsanstalt (JVA) am Peiner Weg, weil dort ein Baum das Dach getroffen hatte. Bei den übrigen Einsätzen galt es meist, Bäume oder dicke Äste von Straßen und Gehwegen zu entfernen.
Auch in Uetze waren die Freiwilligen Feuerwehren in jener Nacht im Dauereinsatz von 19.40 Uhr bis zum frühen Morgen absolvierten sie insgesamt 36 Einsätze. Zeitweise waren annähernd 100 Einsatzkräfte fast aller Ortsfeuerwehren der Gemeinde Uetze im Einsatz. Auch dort ging es vor allem um umgestürzte Bäume, wobei der Bauhof der Gemeinde tatkräftig unterstützte. Glück im Unglück hatte ein Autofahrer auf der Bundesstraße 214, als sein PKW von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Er selbst und seine Mitfahrer blieben unverletzt.
Besonders gefordert waren die Uetzer Feuerwehrwehren an der Bundesstraße B188 im Bereich Dahrenhorst. Dort erfasste eine Sturmböe das Dach eines Wohnhauses und schleuderte große Teile davon auf die Fahrbahn. Zur Unterstützung wurden Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) angefordert. Sie nahmen mit einem Bagger weitere Teile des Daches ab, um den Giebel zu sichern. Dieser drohte auf ein angrenzendes Wohnhaus zu stürzen. Auch die Drehleiter der Feuerwehr Burgdorf kam dort zum Einsatz.