Video-Chat mit Doris Schröder-Köpf

Bewohner des Ostlandrings tauschen sich im Nachbarschaftstreff per Video-Schalte mit Doris Schröder-Köpf aus. (Foto: privat)

Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe informiert sich über die Arbeit des Nachbarschaftstreffs

Burgdorf (r/fh). Es war ein Besuch der etwas anderen Art, und doch in Corona-Zeiten nichts Ungewöhnliches mehr: Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, hat sich kürzlich per Video-Chat über die Arbeit des Nachbarschafts­treffs Ostlandring informiert. Aus gesundheitlichen Gründen, konnte sie nicht vor Ort erscheinen, nutzte den Termin aber dennoch, um auf digitalem Weg mit Bewohnern des Ostlandrings ins Gespräch zu kommen, die aus anderen Ländern zugewandert sind.
Der virtuelle Besuch im Nachbarschaftstreff war Teil der Begegnungsreihe „Wir leben zusammen“, die Schröder-Köpf zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) für soziale Brennpunkte veranstaltet. Gleichzeitig war auch die SPD-Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln im Nachbarschaftstreff zu Gast.
Am Ende der Video-Konferenz resümierte Schröder-Köpf: „Das waren für mich sehr bereichernde Gespräche darüber, was für die Integration und das Miteinander vor Ort wirklich wichtig ist.“ Zusätzlich zu Sprache, Bildung und Beruf sei es vor allem wichtig, andere Bewohner und die hiesige Alltagskultur kennenzulernen. „Deshalb ist der Nachbarschaftstreff in Burgdorf eine so wichtige soziale Einrichtung, die Zugewanderten wie auch Alteingesessenen eine ganze Menge bietet: vom interkulturellen Erzählcafé über Mutter-Kind-Angebote und eine Fahrradwerkstatt bis hin zur Polizeisprechstunde. Burgdorf kann stolz auf diese Institution sein“, lobte Schröder-Köpf.
Die Leiterin des Nachbarschaftstreffs Marion Jakobi berichtete, dass die Corona-Epidemie die Begegnungs- und Integrationsarbeit spürbar verändert habe, aber auch erfinderisch mache. „Das Miteinander und Füreinander-da-sein ist auch in diesen Zeiten das wichtigste Element, um Kontakte auf- und Hürden zwischen den Menschen abzubauen“, betonte sie. LAG-Mitarbeiterin Britta Kreuzer betonte, dass gerade der Umgang mit den gegenwärtigen Herausforderungen ein Qualitätsmerkmal des Nachbarschaftstreffs sei. „Immer wieder sehen wir, dass dort, wo es gute Strukturen und Angebote der Gemeinwesenarbeit gibt wie hier am Ostlandring, Integration, Verständigung und auch die gegenseitige Unterstützung in Krisen besser gelingt“, würdigte sie.