Umweltschutz im Schulalltag

Hatten ordentlich Spaß: Lisa, Lina und Johannes basteln ein Kunstwerk. (Foto: Valerie Kruse)

Zweitklässler der Waldschule lernen bei einem Projekttag, welche Vorteile Recycling-Papier hat

RAMLINGEN/EHLERSHAUSEN (vkr). Ob der Abgasskandal, zu viel Plastik oder die schmelzenden Eisberge - der Klimaschutz ist heutzutage in aller Munde. Bei einem Projekttag erfuhren die Schüler der Klasse 2a der Waldschule Ramlingen-Ehlershausen, dass sie schon einen großen Beitrag leisten können, wenn sie Recyclingpapier verwenden. „Ich finde es wichtig, dass die Kinder verstehen, dass auch sie, in ihren noch sehr jungen Jahren, Großes und Wichtiges bewirken können. Sie sollen heute lernen, dass man Recyclingpapier genauso gut verwenden kann, wie normales Papier“, erläutert Ralf Strobach von der Bürgerinitiative Umweltschutz Hannover, der das Projekt in Kooperation mit dem Abfallentsorger Aha geleitet hat.
Zuerst einmal haben die Zweitklässler ihren eigenen Verbrauch analysiert. So bemerkten sie, dass sie Papier ganz schön häufig benutzen, sei es für Schulhefte, Toilettenpapier oder Zeitschriften. Aber woher stammt eigentlich all dieses Papier? Antworten erhielten sie darauf in einem Bildervortrag, der veranschaulichte, dass dafür vor allem in Kanada und Brasilien Bäume gerodet werden. Zugleich lernten die Schüler aber, dass der Wald auch ein wichtiger und schützenswerter Lebensraum für viele Tiere ist.
Krönender Abschluss der Veranstaltung war die Bastelstunde, bei der die Kinder nach all dem Sitzen, richtig kreativ werden konnten. So zerrissen sie erst Zeitungsseiten in viele kleine Einzelteile und mischten diese dann mit Wasser und Farbe. Das bunte Fasergemisch verteilten sie auf einem Sieb, auf dem sie kreative Kunstwerke wie Bäume entstehen ließen.
Im nächsten Schritt drückten sie das Sieb mit dem Motiv auf ein Tuch, sodass sich das Fasergemisch darauf festheftete. Zum Trocknen hängten die Kinder die Tücher an eine Wäscheleine. Danach trennten sie die Kunstwerke vom Tuch, und hielten dann stolz ihre Kreaturen in den kleinen Händen.
Klassenlehrerin Mabel Romboy-Päschke ist begeistert von dem Projekt. „Meiner Meinung nach, kann man nicht früh genug damit anfangen, den Kindern das Thema Umweltschutz beizubringen. Ich hoffe, dass die Veranstaltung Früchte tragen wird, und die Kinder Stück für Stück das Gelernte in ihren Alltag mit integrieren.“