Umrüstung auf LED-Leuchten

Stadt Burgdorf will den Stromverbrauch durch die Straßenbeleuchtung weiter reduzieren

Burgdorf (r/bs). Die Stadt Burgdorf will den Stromverbrauch durch die Straßenbeleuchtung und die damit verbundenen CO2-Emissionen weiter reduzieren.
Deshalb plant die Stadt weitere Beleuchtungsanlagen auf LED umzurüsten. Den entsprechenden Beschlussvorschlag bringt die Verwaltung in den Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Liegenschaften und Verkehr am 8. September, ein. Anschließend wird der Vorschlag am 10. September im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau, am 28. September im Ausschuss für Haushalt, Finanzen und Verwaltungsangelegenheiten sowie am 6. Oktober im Verwaltungsausschuss beraten.
„Seit 2008 konnte der Stromverbrauch durch die Installation von energieeffizienten Leuchten
bereits von 1.818.821 Kilowattstunden (kWh) auf 938.298 kWh im Jahr 2019 reduziert werden. Deshalb ist der Austausch weiterer Leuchten nun ein folgerichtigerer Schritt, um nachhaltig Strom und somit jährlich weitere nahezu 95,3 Tonnen CO2-Emissionen einzusparen“, erklärt Bürgermeister Armin Pollehn.
Geplant ist der Austausch von rund 1.030 Leuchtenaufsätzen. Durch den Wechsel der Leuchtenaufsätze lassen sich jährlich weitere rund 237.700 kWh Strom einsparen. Bei einem derzeitigen Strompreis von circa 0,24 EUR/kWh reduzieren sich die jährlichen Stromkosten um ungefähr 56.520 Euro.
Der Stadt Burgdorf entstehen nach jetzigem Stand durch die Erneuerung der Leuchten Kosten von circa 500.000 Euro. Aus diesem Grund hat die Stadt Haushaltsmittel in entsprechender Höhe für die Anschaffung der Leuchten für das Haushaltsjahr 2021 angemeldet.
Des Weiteren beabsichtigt die Stadtverwaltung beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) eine Förderung der Sanierung der Straßenbeleuchtungsanlagen zu beantragen. Es besteht die Möglichkeit, für die Erneuerung der Beleuchtung eine Förderquote von bis zu 35 Prozent abzurufen. Dadurch ließen sich die Anschaffungskosten um beinahe 174.000 Euro verringern.
Es ist davon auszugehen, dass die Investitionskosten in rund sieben Jahren abgegolten sind. Aus den Erfahrungen mit dem LED-Konzept 2014 kommen auf die von der Erneuerung der Leuchten betroffenen Bürger im Rahmen der Straßenausbaubeiträge voraussichtlich Kosten im niedrigen dreistelligen Bereich zu.