Umbau der Ortsdurchfahrt Heeßel trifft auf Bürgerbedenken

Gerald Roloff von der Region und „Moderator“ Alfred Baxmann (v.li.) mussten den versammelten Heeßelern Rede und Antwort zum geplanten Rückbau stehen. (Foto: Georg Bosse)

Heeßeler gaben Anregungen zu vorgestellten Rückbaumaßnahmen

HEESSEL(gb). Die anberaumte Einwohnerversammlung zum Thema „Umbau der Ortsdurchfahrt Heeßel“ hat am vergangenen Montag weit über 100 Bürgerinnen und Bürger auf die Beine und ins Ortsfeuerwehrhaus gebracht. Die zu erläuternden und diskutierenden Vorplanungen seien lediglich ein Angebot an die Heeßeler, sich künftig in ihrer Ortschaft wohl und sicher zu fühlen. Aber man wolle niemanden zu „seinem Glück zwingen“, so Bürgermeister Alfred Baxmann zu Beginn der öffentlichen Veranstaltung.
Mittlerweile ist die „alte“ B188 durch Heeßel zu einer Regionsstraße umgewidmet worden. Was bedeutet, dass die Region auch den Löwenanteil an den Umbaukosten zu tragen hat. Dieser bewege sich um die 150.000 Euro, bestätigte Gerald Roloff von der Tiefbauabteilung der Region. Eben diesen „niedrigen Betrag im sechsstelligen Bereich“ hatte bereits Burgdorfs Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst prognostiziert. Hier hat die Sache aber auch einen Pferdefuß, weil das Regionsbudget für diese Maßnahme begrenzt ist. So jedenfalls begründete Planer Heinz Mazur die vorgesehenen baulichen Eingriffe, wie Fahrbahnverengungen auf durchschnittlich 6,20 Meter und Umbau der vier Bushaltestellen zu behindertengerechten Buskaps (der MARKTSPIEGEL berichtete).
„Weil uns finanziell die Hände gebunden sind, können wir nur beschränkt punktuell, aber effektiv eingreifen“, betonte Mazur. Allerdings dürften die berechtigten Sicherheitsinteressen der Anwohner nicht auf dem Altar der eingeschränkten Finanzmittel geopfert werden, gab Ortsvorsteher Hans-Jürgen Staringer zu Bedenken. Bedenkenträger unter den Anwesenden trugen ihre harsche Kritik an dem geplanten Schutzstreifen für Fahrradfahrer stadteinwärts auf der südlichen Seite der Ortsdurchfahrt vor. Die machte sich vor allem an der Vorstellung fest, die Radler in einer Tempo 30-Zone im Kernbereich der Ortslage, vor und nach dem (neuen) Feuerwehrhaus, auf die Straße ausweichen zu lassen.
Der Vorsitzende des Heesseler SV, Rüdiger Zach, regte an, eine Temporeduzierung an beiden Ortseingängen in Betracht zu ziehen, um die Geschwindigkeiten, wie auf Höhe der HSV-Sportanlage, früher einzubremsen.
Gerald Roloff unterstrich, dass die vorgestellten Maßnahmen nichts für die Zukunft verbauen würden. Er sagte zu, diese Anregung in die weiteren Überlegungen zum Rückbau einzubeziehen. Und Rainer Herbst versicherte: „Wir wollen mit dem Umbau der Ortsdurchfahrt die Sicherheit und Leichtigkeit für die am Verkehr Beteiligten gewährleisten.“