Uetze und Neustadt sind Solarmeister 2011

Uetzes Gemeindebürgermeister Werner Backeberg (vorne Mitte) mit dem Siegerpokal der Solarliga 2011. (Foto: Klimaschutzagentur Region Hannover)

Gemeinde Uetze setzte sich überraschend an die Spitze

UETZE (r/jk). Großer Jubel in Uetze und Neustadt: Beide Kommunen wurden „Solarmeister in der Region Hannover“. Besonders fur Uetze war das eine Überraschung, denn bei der letzten Auswertung im Jahr 2009 lag die Gemeinde auf dem vierten Platz. In Neustadt hat sich die Anzahl der Solaranlagen nochmals nahezu verdoppelt und so holte die Stadt den Titel bereits zum funften Mal in Folge. Am 11. November übergab die stellvertretende Regionspräsidentin, Doris Klawunde, die Pokale und Urkunden im Hannover Congress Centrum.
Die gemeinnutzige Klimaschutzagentur Region Hannover organisierte den Wettbewerb um die meiste Solarenergie pro Einwohner zum siebten Mal. Alle Einwohner der 21 Kommunen in der Region waren aufgerufen, während der zweijährigen Saison ihre Solarstromanlagen und Solarwärmeanlagen bei den jeweiligen Energie- und Umweltbeauftragten zu melden, die die Daten an die Klimaschutzagentur weitergaben. „Der Einsatz regenerativer Energien muss weiter gefördert werden, nur so treiben wir die Energiewende voran. Neben dem Klima profitiert aber auch das Handwerk in der Region von der wachsenden Zahl an Solaranlagen“, so Udo Sahling, Geschäftsfuhrer der Klimaschutzagentur. Insgesamt haben die Städte und Gemeinden der Region Hannover 8.391 Solaranlagen gemeldet, 2.509 mehr als 2009. Besonders auffällig ist der Zuwachs beim Solarstrom: Die Anzahl hat sich mehr als verdoppelt. Waren es 2009 noch 1.860, so wurden jetzt 3.908 Photovoltaikanlagen bei der Klimaschutzagentur gemeldet. Durch mehrere großflächige Installationen hat sich die Spitzenleistung in der Summe gleichzeitig sogar mehr als verdreifacht und liegt nun bei rund 57 MWp. Damit kann rechnerisch der Strombedarf von mehr als 11.000 Haushalten gedeckt werden.
Der Überraschungssieger Uetze konnte sich in der Kategorie unter 30.000 Einwohner mit fast 4 MWp Solarstrom und Solarwärmeanlagen mit 1.283 Quadratmetern Kollektorfläche an die Spitze setzen. Insgesamt wurden aus der Gemeinde 266 Anlagen gemeldet, davon 75 Solarwärme- und 191 Solarstromanlagen. Auf den zweiten Platz kam Gehrden, gefolgt vom Vorjahressieger Hemmingen gemeinsam mit Wennigsen auf Platz drei.
In der Kategorie uber 30.000 Einwohner war der alte auch der neue Sieger: Neustadt verteidigte seinen Titel mit 7,7 MWp Solarstrom und 1.860 Quadratmetern Solarwärme-Fläche. Die Stadt hat insgesamt 684 Anlagen (173 Solarwärme, 511 Solarstrom) gemeldet und mit 307 neuen Anlagen den ersten Platz verteidigen können. Mit beachtlichen Zuwächsen weiter aufschließen konnten Lehrte und Barsinghausen auf den Plätzen zwei und drei.
Die Medaillen fur den größten Zuwachs bekommen die Wedemark (bis 30.000 Einwohner, 130 Neumeldungen) und Lehrte (uber 30.000 Einwohner, 329 Neumeldungen).
„Bei der Solarliga kann jeder Burger seinen Beitrag zum Klimaschutz öffentlich zeigen. Jede Anlage ist in doppelter Hinsicht entscheidend, einerseits bringt sie die Kommune im Wettbewerb nach vorn und andererseits verbessern die Burger ihre persönliche CO2-Bilanz“, betonte Doris Klawunde.
Konkurrenzlos ging Hannover in der Kategorie uber 100.000 Einwohner an den Start und konnte einen großen Schritt nach vorn vermelden: Aus der Landeshauptstadt wurden 1.546 Solaranlagen gemeldet, 294 mehr als noch vor zwei Jahren. Damit verfugt Hannover uber 10.275 Quadratmeter Solarwärme-Fläche und rund 9,1 MWp Solarstrom. Dafur gab es aus den Händen der stellvertretenden
Regionspräsidentin eine Urkunde.
Zum Erfolg der „Solaren Regionalliga 2010/2011“ haben maßgeblich die Kommunen beigetragen, die die Daten sammelten, sowie die Region Hannover, EON Avacon und der enercity-Fonds proKlima, die den Wettbewerb finanziell unterstutzten. Weitere Informationen auf www.klimaschutz-hannover.de.