Trotz Handicap mobil bleiben: RegioBus zeigt, wie's geht

Georg Janicki von RegioBus, die Behindertenbeauftragte der Region Hannover, Renate Jacob und Bürgermeister Klaus Sidortschuk hoffen auf viele Teilnehmer beim RegioBus-Mobilitätstraining am 18. Juni in Lehrte (v.l.). (Foto: Susanna Veenhuis)

Mobilitätstraining für Menschen mit Handicap am 18. Juni am E-Center

LEHRTE (sv). Wie man trotz Handicap auf die Busfahrt zum Arzt, zur Theateraufführung oder zur Skatrunde nicht zu verzichten braucht, zeigen die Mitarbeiter des Busunternehmens RegioBus bei einem Mobilitätstraining am 18. Juni zwischen 13 und 17 Uhr auf dem Parkplatz am E-Center im Einkaufszentrum Zuckerfabrik.
Bei dem Mobilitätstraining für Menschen mit Handicaps können Menschen mit Rollstuhl, Rollator und anderweitig Beeinträchtigte an diesem Tag zwischen 13 und 17 Uhr das Ein- und Aussteigen in den Bus und das standfeste Unterbringen ihres Hilfsgeräts im Bus erlernen und trainieren. „Dazu stellen wir zwei normale Linienbusse zur Verfügung, bei denen an der hinteren Tür jeweils eine Rampe für Rollstuhlfahrer herausgeklappt werden kann“, erklärt Georg Janicki, Leiter des Fachbereichs Verkehrslenkung bei dem Unternehmen RegioBus. Sechs Mitarbeiter werden sich vor Ort ganz individuell auf die Wünsche der Besucher einstellen und ihnen zeigen, wie sie am einfachsten mit dem Rolli, dem Rollator oder mit Krücken den Bus entern und auch wieder verlassen können. „Es gibt da ein paar Tricks und Kniffe, die das Ein- und Aussteigen sehr bequem machen“, verrät Janicki.
Zu dem kostenlosen Training ist keine Anmeldung erforderlich. Wohl aber für den ebenfalls kostenlosen Shuttle-Fahrdienst, den das Unternehmen im Rahmen des Mobilitätstrainings anbietet. So können auch Interessierte aus den umliegenden Kommunen und Ortsteilen das Trainingsangebot in der Lehrter Kernstadt gut nutzen. Wie Pressesprecher Tolga Otkun berichtet, hat sich dafür bereits eine Senioren-Gruppe aus Burgdorf angemeldet. Die Telefonnummer für den Fahrdienst lautet 0511/61 62 26 50.
„Wir werden älter, und wir leben länger, müssen aber auch zunehmend mit körperlichen Einschränkungen fertig werden. Das bedeutet aber keineswegs, dass wir dann nicht mehr mobil sein können“, sagt Renate Conrad, Behindertenbeauftrage der Region Hannover, die das Projekt begleitet.
„Mobilität bedeutet Teilhabe, und Teilhabe schützt vor Isolierung und sozialer Ausgrenzung“, erklärt sie. Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen seien oft besorgt, sie könnten anderen zur Last fallen und „den Verkehr aufhalten“. Wie jeder andere Fahrgast sollten auch sie nicht davor zurückschrecken, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. „Unsere Fahrer sind geschult und leisten selbstverständlich Hilfestellung“, sagt Janicki.
Sicherheit bei der Benutzung von Rollstuhl und Rollator können Besucher auf dem speziellen Übungsparcours mit Rampen und Kanten erlangen, den der Bundesverband Selbsthilfe für Körperbehinderte (BSK), Bereich Hannover und Umgebung, aufbaut.
Um in Kontakt zu kommen und Erfahrungen auszutauschen oder eine eventuelle Wartezeit zu verkürzen, bietet der Kreisverband Burgdorf des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in einem Zelt Kaffee und Kuchen an. Den Kaffee dazu sponsert das E-Center, das auch barrierefreie Toiletten vorhält.
Experten vom Sanitätshaus Lehrte geben Tipps zur richtigen Einstellung der jeweiligen Hilfsmittel. Fragen zur Pflege beantworten Fachleute vom Senioren- und Pflegestützpunkt Hannover-Land. Weitere Informationen gibt es unter www. Regiobus.de.

BU1