Trinkbrunnen am Wegesrand

Freuen sich über den neuen Trinkbrunnen in der Innenstadt: Hartwig Laack vom Förderkreis für Burgdorfer Senioren (von links), Ute Büttner, Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Jankowski-Zumbrink und Cord Behrens von der Tiefbauabteilung der Stadt Burgdorf.

An einer neuen Edelstahlsäule können Passanten in der Innenstadt ihren Durst löschen

Burgdorf (fh). Wer in der Burgdorfer Innenstadt unterwegs ist, kann seinen Durst jetzt jederzeit an dem neuen Trinkwasserspender an der Ecke Marktstraße/Poststraße löschen. Das Prinzip ist ganz einfach: Als Ute Büttner auf den Knopf oben auf der Edelstahlsäule drückt, kommt ein bogenförmiger Wasserstrahl aus der Öffnung. Sie bückt sich ein wenig, neigt den Kopf zur Seite auf und trinkt, ähnlich wie an einem Wasserhahn. "Sehr erfrischend", sagt sie, als sie fertig ist.
Mit dem Trinkbrunnen erfüllt sich posthum ein großer Wunsch ihres Mannes Wolf Büttner, der lange Vorsitzender des Burgdorfer Seniorenrates war und im vergangenen Jahr gestorben ist. "Er fand die Idee großartig, dass man unterwegs kostenlos und unkompliziert an Trinkwasser kommt", sagt Ute Büttner. Etwa 15 Jahre lang habe er sich dafür eingesetzt, doch bei der Stadt Burgdorf damit kein Gehör gefunden. "Um zu beweisen, dass das Konzept sehr gut funktionieren kann, hat er überall auf der Welt Trinkbrunnen fotografiert, wenn wir im Urlaub waren", erinnert sich Ute Büttner. In Frankreich gebe es fast in jedem Dorf einen und auch in New York habe er einen entdeckt. Als nach dem Tod ihres Mannes bei der Trauerfeier dann eine größere Spendensumme zusammenkam, griff sie die Idee gemeinsam mit dem Seniorenrat wieder auf. "Wir waren uns einig, dass ihm das gefallen hätte. Schade, dass er das nicht mehr selbst miterlebt", sagt Ute Büttner. Schnell waren weitere Unterstützer gefunden: An den Anschaffungskosten von 15.000 Euro beteiligen sich auch der Förderkreis für Burgdorfer Senioren, die Region Hannover und die Burgdorfer Stadtwerke. Der örtliche Energieversorger sagte außerdem zu, das Trinkwasser kostenlos zur Verfügung zu stellen und die Kosten für die Wasserproben zu übernehmen.
Nachdem der Förderkreis sich bereit erklärte vertraglich die Verantwortung für das Projekt zu übernehmen, stimmte auch die Stadt schnell zu. Sie wird künftig außerdem den Auf- und Abbau auf eigene Kosten übernehmen. Denn die Edelstahlsäule wird nur von Frühling bis Herbst an ihrem Platz stehen und über den Winter eingelagert.