Trecker bilden EU-Flagge

Die Landwirte der Initiative "Land schafft Verbindung" übergeben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Rande des CDU-Neujahrsempfang eine Tafel mit ihrer ganz besonderen Europa-Flagge. (Foto: Land schafft Verbindung)

Landwirte der Initiative "Land schafft Verbindung" werben bei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen um faire Bedingungen in Europa

BURGDORF/RAMLINGEN (r/fh). Den Besuch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben Landwirte der Initiative "Land schafft Verbindung" genutzt, um sie auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: Sie setzten sich dafür ein, dass für Landwirte in allen EU-Staaten die gleichen Standards gelten, und ebenso für Produkte, die aus außereuropäischen Ländern eingeführt werden. "Es kann nicht sein, dass wir in Deutschland mit einer Flut von Auflagen überschwemmt werden und unsere Nachbarländer in der EU Sonderstellungen einnehmen oder Ausnahmeregeln schaffen und wir dadurch zum Teil massive Wettbewerbsnachteile haben", sagte Landwirt Arne Klages.
Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatte sich die Initiative etwas Besonderes einfallen lassen: 60 Landwirte aus der Region Hannover hatten kürzlich mit ihren Treckern in der Abenddämmerung auf einem Feld einen Kranz von zwölf goldenen fünfzackigen Sternen nachgebildet und stellten somit die Flagge der Europäischen Union nach. Jeder Stern bestand aus fünf Treckern, die mit ihren Scheinwerfern die Sterne zum Leuchten brachten. 
Das hatten sie mit einer Drohne fotografiert und dann auf eine Tafel drucken lassen, die sie nun beim Neujahrsempfang übergaben. „Das ist ein symbolisches Statement, dass wir Landwirte zu Europa stehen und dies aber von der EU ebenso fordern", sagte Klages. Es sei nicht hinnehmbar, dass in Deutschland und in der EU dir Vorgaben für die Tierhaltung immer weiter verschärft würden, und gleichzeitig billige Agrargüter aus anderen Teilen der Welt importiert würden, die diese Auflagen nicht erfüllten.