Trauer um Wolfgang Hornig

Wolfgang Hornig ist im Alter von 67 Jahren gestorben. (Foto: Archiv/Stefan Heinze)

Ehemaliger Diakon ist im Alter von 67 Jahren gestorben

Burgdorf (r/fh). Wolfgang Hornig hat in der St.-Pankratius-Gemeinde und im Kirchenkreis Burgdorf viele Spuren hinterlassen - am Dienstag ist der ehemalige Diakon im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Sein gesamtes Berufsleben von 1979 bis 2018 hat er im Kirchenkreis Burgdorf verbracht. "Er hat die Menschen auf dem Weg des Glaubens und wohl auch oft auf der Suche danach begleitet“, betont Superintendentin Sabine Preuschoff.
Von 1979 bis 1993 arbeitete Hornig als Diakon in der St.-Pankratius-Kirchengemeinde Burgdorf mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit. Dort begleitete er viele Konfirmanden und Jugendgruppen und initiierte eine Vielzahl von Projekten, wie das Provinzkino, Fotogruppen, die Umweltgruppe und einen Jugendbibelkreis. Außerdem förderte er Begegnungen zwischen den Generationen und von Menschen mit und ohne Behinderung. "Sein noch heute aktueller Grundsatz dabei: Die Kirche muss ihre Füße bewegen. Sie sollte gerade diejenigen erreichen, die nicht von allein kommen", erinnert sich Preuschoff.
Zusammen mit Pastor Rudolf Bembenneck, Gertrud Mrowka und anderen schuf er die „Beratungsstelle für Ausländer und Deutsche“, aus der der Nachbarschaftstreffs am Ostlandring hervorging. Im Gemeindehaus an der Gartenstraße initiierte er die „Teestube für Behinderte und Nichtbehinderte“ der Evangelischen Jugend. Ein besonderes Anliegen war ihm außerdem die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Nationen und Kulturen war ihm immer ein besonderes Anliegen; so veranstaltete er viele Jugendfreizeiten, unter anderem nach Taizé, nach Elba, Korsika, Dänemark, Frankreich, Schweden, Rumänien und eine Israelreise, verbunden mit der Arbeit der Jugendlichen im Kibbuz und der Begegnung mit Israelis.
Von 1993 bis 2008 übernahm er die Aufgabe des Kirchenkreisjugenddiakons. In Jugendmitarbeiterschulungen bildete er gemeinsam mit Kreisjugenddiakon Michael Benkowitz etliche Jugendliche in pädagogischen, rechtlichen, organisatorischen Fragen der Gruppenleitung aus. Außerdem organisierte und begleitete Wolfgang Hornig das alle zwei Jahre stattfindende Landesjugendcamp.
Von 1996 bis 2018 war Wolfgang Hornig mit halber Stelle für die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Burgdorf zuständig. In dieser Zeit hielt er nicht nur Kontakt zur Presse, sondern betreute auch den Internetauftritt des Kirchenkreises. Außerdem organisierte er die Veranstaltungsreise „angeklopft + nachgefragt“ mit, dazu Projekte wie „Gemeinden unterwegs“, Kunstausstellungen, das Luther-Nagel-Projekt und den Kirchenkreisball. "Beruflich hat Wolfgang Hornig immer wieder Neues ausprobiert – und ist sich und seinen Idealen gleichzeitig treugeblieben. Es war für mich ein großes Geschenk, mit Wolfgang Hornig zusammenzuarbeiten. Und für den Kirchenkreis waren die 40 Jahre mit ihm, seine Impulse, sein Einsatz ein großer Segen", betont Preuschoff.
Die Trauerfeier findet am Freitag, 30. April, unter den dann gegebenen Möglichkeiten, Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln auf dem Friedhof Uetzer Straße in Burgdorf statt. Beginn ist um 14 Uhr. Die Plätze in der Friedhofskapelle sind den Familienangehörigen vorbehalten.