Trauer um Heinz Neumann

Heinz Neumann ist im Alter von 94 Jahren gestorben. (Foto: VVV)

Träger des Bundesverdienstkreuz im Alter von 94 Jahren gestorben

BURGDORF (r/fh). Die Stadt Burgdorf hat einen ausgewiesenen Kenner ihrer Lokalgeschichte verloren: Am 3. März ist Heinz Neumann im Alter von 94 Jahren gestorben. Für seine langjährigen Verdienste um das Allgemeinwohl war ihm 1997 das Bundesverdienstkreuz verliehen worden.
1968 war er dem Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) beigetreten. Nach dem Eintritt in den Ruhestand entdeckte er seine Leidenschaft für die Erforschung der Lokalgeschichte und stellte seit 1988 diverse mit großem Sachverstand realisierte Ausstellungen in Stadtmuseum zusammen. Darunter befanden sich „Burgdorf im Nationalsozialismus 1933 bis 1945“, „Burgdorf in der Nachkriegszeit“, „Burgdorf im Wirtschaftswunder 1955 bis 1965“ und „Burgdorf zwischen Wirtschaftswunder und Gebietsreform – 1966 bis 1974“.
Von seinen profunden und stets unterhaltsam vorgetragenen Kenntnissen der Stadtgeschichte profitierten nicht nur die Teilnehmer an zahlreichen von ihm geleiteten Stadt- und Museumsführungen und die Zuhörer bei seinen stadtgeschichtlichen Vorträgen. Sie spiegeln sich auch in zwei auch heute noch für das Verständnis der Lokalhistorie unentbehrlichen Publikationen nieder. In Zusammenarbeit mit Dr. Reinhard Scheelje verfasste Heinz Neumann eine Chronik über die Burgdorfer Geschichte von den Anfängen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, die 1992 unter dem Titel „Geschichte der Stadt Burgdorf und ihrer Ortsteile“ erschien.
Mit Dieter Heun schrieb er die 2008 veröffentlichten „Zeitgeschichtlichen Hefte der Stadt Burgdorf“, die in vier Bänden den Zeitraum von 1870 bis 1984 umfassten und sich in einem fünften Band bedeutenden Burgdorfer Häusern und Geschichten widmeten.