Trauer um Hans-Joachim Erhardt

Hans-Joachim Erhardt ist im Alter von 72 Jahren gestorben. (Foto: privat)

Ehemaliger Ratsherr und Ortsvorsteher von Hülptingsen ist mit 72 Jahren gestorben

Burgdorf/Hülptingsen (fh). Stadt, Kommunalpolitiker und viele Hülptingser trauern um Hans-Joachim Erhardt. Am Dienstag ist er nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren gestorben. Erhardt hat sich vielfältig ehrenamtlich engagiert und gesellschaftlich Verantwortung übernommen, insbesondere als Ratsherr und als Ortsvorsteher von Hülptingsen. „Er hat sich stets sachorientiert, diplomatisch und mit ruhiger Hand für die Belange der Stadt Burgdorf eingesetzt“, würdigt Bürgermeister Armin Pollehn.
Durch seine unaufgeregte, freundliche und aufmerksame Art habe er sowohl den Bürgern, als auch seinen politischen Weggefährten gegenüber ein volksnahes Politikverständnis demonstriert. „Mit ihm verliert die Stadt Burgdorf einen ehemaligen Mandatsträger, an dessen Art des Wirkens sich nicht nur politisch Tätige gerne orientieren dürfen“, so Pollehn.
Kaum dass Hans-Joachim Erhardt vor mehr als drei Jahrzehnten sein Haus im damaligen Neubaugebiet am Beerbuschweg in Hülptingsen bezogen hatte, sei er auch schon in den örtlichen Schützenverein eingetreten, erinnert sich der Vorsitzende Gerd Berkhahn. „Und er hat auch gleich das Amt des Schatzmeisters übernommen, das er bis zu seinem Tod über 30 Jahre inne hatte“, betont er. Auch am Vereinsleben und an den traditionellen Schießwettbewerben beteiligte er sich und wurde dreimal Schützenkönig, zuletzt 2017. „Er hat sich immer für die Gemeinschaft eingesetzt und kam mit jedem gut zurecht“, so Schützenchef Berkhahn.
Außerdem hat Erhardt sich im Vorstand des Tenniscubs Grün-Gelb und im SoVD-­Ortsverband ehrenamtlich engagiert. Von 2006 bis 2016 war er zehn Jahre lang Ortsvorsteher von Hülptingsen. „Wenn jemand mit einem Problem zu ihm kam, war er immer ansprechbar und hat eine Lösung gefunden, die alle Beteiligten zufriedengestellt hat“, sagt Berkhahn und fügt hinzu: „Er genoss großes Ansehen hier im Ort.“
2011 zog Erhardt für die SPD in den Rat der Stadt Burgdorf ein und gehörte dem Gremium bis 2016 an. Er war Mitglied der Fachausschüsse für Wirtschaft und Finanzen, für Soziales und Integration sowie im Feuerwehrausschuss. „Er war ein Mensch der sich immer wieder in die Pflicht nehmen ließ. Seine zahlreichen Ehrenämter sind ein Beleg dafür“, sagt der frühere Bürgermeister Alfred Baxmann.
Er habe Erhard schon seit der Jugend gekannt und gemeinsam mit ihm erste politische Erfahrungen bei den Jusos gesammelt. „Wo er wirkte, war er stets um Ausgleich bemüht. Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit haben ihn dabei stets ausgezeichnet. Er war im Wortsinn ein ‚guter Mensch‘: ehrlich, gerecht und stets fair“, betont Baxmann.