Transdev übernimmt S6 und S7

Freuen sich auf den Testbetrieb mit den neuen blau-weißen S-Bahnen: Regionspräsident Hauke Jagau (2. von links), Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz (rechts) und die Geschäftsführer von Transdev Hannover Nadine Böger und Hartmut Körbs. (Foto: Region Hannover)

Der neue Betreiber startet Ende des Jahres eine Testphase zwischen Hannover und Celle

Region/Burgdorf (r/fh). Der Wechsel bei der S-Bahn Hannover rückt näher: Im Sommer 2022 übernimmt das Unternehmen Transdev den Betrieb und schon Ende dieses Jahres beginnt eine Testphase auf einigen Strecken. Betroffen sind die Linien S6 und S7, die zwischen Hannover und Celle über Burgdorf, Otze und Ehlershausen verkehren sowie die S3 zwischen Hannover und Hildesheim. Bei der jüngsten Ausschreibung der Region Hannover hatte sich die Transdev gegen die Deutsche Bahn durchgesetzt, die bisher für
den S-Bahn-Verkehr zuständig ist.
Die Testphase beginnt zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember. An den Abfahrtszeiten ändert sich dadurch nichts, aber die Übernahme durch die Transdev wird für die Fahrgäste kaum zu übersehen sein. Denn statt der roten Züge werden dort dann neue blau-weiße S-Bahnen verkehren. Nach Angaben der Region Hannover bieten sie die gleichen Fahrgastkapazitäten. Als Neuerung sind sie mit WLAN und mit Steckdosen an allen Sitzplätzen ausgestattet. Zudem sei großer Wert auf die Barrierefreiheit gelegt worden.
Insgesamt werden in der Testphase zunächst 15 Neufahrzeuge vom Typ Flirt3XL des Herstellers Stadler zum Einsatz kommen. „Die frühzeitige Übernahme des Ostnetzes bietet für uns die Möglichkeit, das Netz schon vor dem großen Betriebsstart im Sommer 2022 kennenzulernen und mit unseren Fahrgästen in Kontakt zu kommen“, sagt Hartmut Körbs, Geschäftsführer von Transdev Hannover. Das Netz der S-Bahn Hannover sei komplex und die Übernahme müsse deshalb gut vorbereitet werden. „Wir möchten den Betreiberwechsel für die Fahrgäste so angenehm und einfach wie nur möglich gestalten“, betonen Regionspräsident Hauke Jagau und Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz für die Region Hannover.