THW Burgdorf nahm an großer ABC-Übung teil

Mit schwerer ABC-Ausrüstung wurden die Verletzten geborgen. (Foto: Pierre Graser (THW))

Übung und Ausbildung im Rahmen der „Spezialeinheit Bergung bei ABC-Gefahren“

BURGDORF/WUNSTORF (r/jk). Im Rahmen der „Spezialeinheit Bergung bei ABC-Gefahren“ („SEB-ABC“) beteiligte sich auch das THW Burgdorf an einer groß angelegte Übungs- und Ausbildungsveranstaltung. Ausgangspunkt war der THW-Ortsverein Wunstorf, der als Treffpunkt für alle Teilnehmer fungierte.
Nach Kolonnenfahrt in das Einsatzgebiet wurde zügig mit der Einsatzvorbereitung begonnen. Übungsobjekt war diesmal ein stillgelegter Teil des Klärwerks Gümmer. Nach Bildung der Einsatzabschnitte wurden die SEB-ABC-Helfer in ihre Schutzanzüge („CSA“) eingekleidet und konnten in den Einsatz gehen. Dabei mussten sie verschiedene Aufgaben aus dem THW-Spektrum erledigen. Nach erfolgreichem Abschluss der Übung, in der auch einige neue Taktiken erprobt wurden, konnte gegen Mitternacht der Rückmarsch angetreten werden.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen stand als erstes die Ausbildung auf dem Plan. Die CSA-Träger und das Unterstützungspersonal wurden in den Bereichen Schutz und Umgang bei atomarer Strahlung und Dekontamination an Einsatzstellen weitergebildet. Anschließend erfolgte der Marsch zur zweiten Übung, die dieses Mal im FLI-Mariensee stattfand. Auch hier ging es um die Rettung und Bergung von Personen unter ABC-Lage. Erneute Aufgabe für die Burgdorfer THW-Helfer war im Einsatzabschnitt die Bereitstellung und Einkleidung der CSA-Träger. Dazu wurde neben etlichen Helfern auch der Zugtrupp unter Leitung von Zugführer Swen Würriehausen eingesetzt. Er koordinierte die Bereitstellung der CSA-Träger und das Einkleidezelt, das unter der Leitung von Truppführerin Jutta Mascher stand. Daneben waren auch wieder mehrere Burgdorfer CSA-Träger im Einsatz.
Außerdem waren etliche Kameraden der Feuerwehr zugegen, die an der Übung beteiligt waren. Sie stellten CSA-Träger, die für das Messen, Eindämmen und Beseitigen der ABC-Gefahren zuständig waren. Zusätzlich errichteten mehrere Feuerwehren eine Dekontaminationsstelle und bauten eine Führungsstelle für ihre Einheiten auf. Weitere Unterstützung kam von Einsatzkräften des DRK, die mit mehreren Rettungswagen und einer Verpflegungseinheit vor Ort waren. Neben der Bereitstellung des Mittagessens waren sie für die gesundheitliche Überwachung der CSA-Träger verantwortlich.
Nach fast vier Stunden konnte nach der Bergung der letzten Person und Sicherung der Gefahren die Übung erfolgreich beendet werden. Beim Abschlussantreten der rund 170 beteiligten Einsatzkräfte bedankten sich die Übungsleiter und der Vertreter des THW-Landesverbandes Bremen/Niedersachsen für die erfolgreiche Teilnahme und betonten insbesondere die gute Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen.