Theater-AG des Burgdorfer Gymnasiums zeigte sich ANDERS

Die Theater-AG brachte ein eigenständig entwickeltes Stück auf die Bühne.

Ausgrenzung und Vorurteile als Kernhandlung der Aufführung

VON DANA NOLL

BURGDORF. Mit einem Stoff, der aktueller nicht sein könnte, präsentierte sich die Theater-AG des Gymnasiums Burgdorf in diesem Jahr. Zur Premiere am vergangenen Donnerstagabend sorgten Mitschüler, Eltern, Lehrer und Interessierte für eine gut gefüllte Aula. Die etwa 20 Akteure auf der Bühne konnten mit ihrer eigenständigen Produktion ANDERS überzeugen und sorgten in vielen Szenen für konzentrierte Stille und Schweigen im Saal. Das lag nicht zuletzt an dem intensiven Spiel der jungen Schauspiel*innen sowie an der Handlung des Stückes, das vom Drama „Andorra“ inspiriert wurde. In dem Werk von Max Frisch geht es auch um Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und Rassismus.
Doch während der Schluss hier eher düster beschrieben wird - der Protagonist nimmt sich das Leben - gibt es im Stück der Burgdorfer Gymnasiasten einen klar formulierten Appell am Ende: „Rassismus und Fremdenhass gehören endgültig in die Geschichtsbücher!“
„Die Schülerinnen und Schüler der Theater-AG aus den Jahrgängen 8 bis 12 haben sich die Frage gestellt, inwiefern sie die Aussage von Max Frisch heute noch etwas angeht. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass Ausgrenzung, Vorurteile und Rassismus aktueller denn je sind“, erzählt Kadidja Mensak.
So entstanden zunächst eine Handlung und die Figuren. Auch Szenen und Dialoge wurden eigenständig verfasst. Dann ging es an die Rollenverteilung. Hauptakteure waren Carolina Brümmer (Bea), Benjamin Kehl (Juri) sowie Thorben Kroll (Hans). Auch hinter der Bühne waren zahlreiche Akteure für Maske, Requisiten oder auch die Technik im Einsatz.
Seit Beginn des Schuljahres haben die Schüler*innen der Theater-AG an der Aufführung gearbeitet. Und das „freiwillig“, erzählt AG-Leiterin Kadidja Mensak. „Die Mädchen und Jungen waren unglaublich engagiert, das zeichnet diese Gruppe aus“, lobt sie. Seit acht Jahren leitet die Lehrerin für Darstellendes Spiel das Theaterprojekt. Im letzten Jahr konnte die AG mit dem Stück „Aufprall“ überzeugen.