SV Ramlingen/Ehlershausen schaffte Qualifikation zur Oberliga

Die Mannschaft des SV Ramlingen/Ehlershausen mit dem Trainergespann Kurt Becker (oben rechts) und Peter Hayduk (links), die sich für für die eingleisige Oberliga qualifizierte. (Foto: Klaus Depenau)

RSE darf sich auch in der kommenden Saison Oberligist nennen

RAMLINGEN (mj). Der SV Ramlingen/Ehlershausen hat es geschafft. Was kaum einer erwartet und höchstens erhofft hatte, traf ein. Der Mannschaft von Trainer Kurt Becker und seinem Kotrainer Peter Hayduk gelang als Tabellenachter der Oberliga West auf Anhieb die Qualifikation zur neuen eingleisigen Oberliga. Ein toller Erfolg des RSE, der sich mit zunehmendem Saisonverlauf immer mehr zu steigern wusste. Nachdem die Ramlinger nach der Hinrunde mit nur 13 Punkten noch einen Abstiegsplatz belegten, steigerten sie sich in der Rückrunde enorm und blieben nahezu vier Monate ungeschlagen. Als viertbestes Team der Rückrunde mit beachtlichen 28 Punkten nehmen sie zusammen mit dem BV Cloppenburg Platz 4 der Rückrunde ein.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und das Erreichte und danke vor allem Trainer Kurt Becker für die gute Arbeit“, freute sich auch Ramlingens Vorsitzender Jürgen Stern über die Qualifikation. Zumal er bereits zuvor mit seinem großen Helferteam mit der Bewältigung des WM- Miniturniers mit 36 Mannschaften einen großen Erfolg feiern konnte. Den Schlusspunkt einer gelungenen Saison legten die RSEer am Sonnabend mit dem 2:0 (1:0)-Sieg bei Preußen Hameln 07. Dabei hätten sich die Ramlinger in Hameln sogar eine Niederlage erlauben können, da Mitbewerber VfL Osnabrück II mit 1:3 beim BSV Rehden unterlag und nun zusammen mit dem SC Langenhagen in die Relegation muss.
„In Hameln war meiner Mannschaft in einigen Situationen die Nervosität doch anzumerken“, gab Kurt Becker zu. Vor allem Manuel Brunne schien an diesem Tage alles zu beherrschen - außer das Toreschießen. „Was Manuel an diesem Tage alles versiebt hat, hätte für drei Spiele zum Sieg ausgereicht“, musste selbst Ramlingens Coach über die Fahrkarten schmunzeln, die der Oberligatorjäger schoss. So ließ er in der 1. Halbzeit gleich drei klare Gelegenheiten aus. Nachdem er in der 60. Minute nur den Außenpfosten traf, machte Manuel Brunne es in der 76.Minute besser, als er sich wieder aufs Toreschießen besann. Mit seinem 29. Saisontreffer sorgte Ramlingens Torjäger für den 2:0- Endstand. Zuvor hatte bereits Artur Smiatek in der 37. Minute für die Führung der Gäste aus Ramlingen gesorgt.
Verständlich die Freude bei den Gästen nach dem Schlusspfiff. Zur Gaudi der Spieler musste sich Kurt Becker noch einer Sektdusche unterziehen, während bei der Rattenfänger-Elf nach dem Abstieg in die Bezirksoberliga Trübsal herrschte. Das hatte zur Folge, dass bei der anschließenden Pressekonferenz Hamelns Trainer Kai Oswald seinen sofortigen Rücktritt erklärte. Kurt Becker hingegen zeigte sich aufgeräumt und verzichtete am gestrigen Dienstag auf das Abschlusstraining mit seinen Spielern. „Stattdessen habe ich die gesamte Mannschaft zum Rippchenessen in den Grapenkieker in Isernhagen eingeladen“, verriet ein aufgeräumter und zufriedener Ramlinger Coach, der mit seiner Mannschaft in die Sommerpause geht und erst am 3. Juli wieder das Training aufnehmen wird.