Steffen Krach wird Regionspräsident

Steffen Krach freut sich mit seiner Frau Kim über seinen Sieg bei der Stichwahl. (Foto: Philipp Schröder)
 
Steffen Krach (2. von links) feiert bei der SPD-Wahlparty seinen Sieg. (Foto: Philipp Schröder)

Der SPD-Kandidat hat die Stichwahl am Sonntag deutlich für sich entschieden

Region (fh). Steffen Krach (SPD) wird neuer Regionspräsident. Er hat bei der Stichwahl am vergangenen Sonntag 63,9 Prozent der Stimmen erhalten und sich damit deutlich gegen Christine Karasch (CDU) durchgesetzt, die auf 36,1 Prozent kam. Bereits im ersten Wahlgang zwei Wochen zuvor lag Krach unter den damals acht Bewerbern mit Abstand vorne, hatte aber keine absolute Mehrheit auf sich vereinen können. Deshalb folgte nun die Stichwahl. Von den 899.881 Wahlberechtigten aus der Stadt Hannover und den 20 Umlandskommunen gaben rund 62 Prozent ihre Stimme ab.
Steffen Krach ist für die nächsten fünf Jahre gewählt und wird sein Amt am 1. November antreten. Von seinem Wahlergebnis zeigt er sich begeistert: „Mit knapp 64 Prozent haben wir als SPD in der Region Hannover das beste Stichwahlergebnis seit der Gründung der Region einfahren können. Das Ergebnis ist auch ein klares Mandat, unsere Themen voranzubringen. Das 365 Euro Ticket, die Familienregion Hannover und Klimaneutralität bis 2035 werden die kommende Wahlperiode prägen.“ In den nächsten Wochen und Monaten liege sein Fokus zudem darauf, möglichst schnell aus der Pandemie herauszukommen. „Wir müssen dabei vor allem ein Auge auf die Familien und Kinder werfen. Sie leiden unter den sozialen Langzeitfolgen der Pandemie. Ziel unserer Politik muss es sein, sie schnellstmöglich wieder in den gewohnten Alltag zurückzuführen“, so Krach.
Als einen Hauptgrund für ihre Niederlage nennt Christine Karasch den schlechten Bundestrend der CDU. „Viele Wählerinnen und Wähler haben leider nicht unterschieden zwischen den regionalen Themen und der Bundespolitik. Daneben waren sicher die Wahlempfehlung der Grünen und die intensive Kampagne der SPD in der Landeshauptstadt ausschlaggebend für den deutlichen Abstand“, so Karasch.
Amtsinhaber Hauke Jagau (SPD) ist aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Deshalb war schon vor der Wahl klar, dass es an der Verwaltungsspitze in jedem Fall einen Wechsel geben würde. Krach hat mit einer Zustimmung von 63,9 Prozent nun sogar ein deutlich besseres Ergebnis eingefahren als Jagau bei der jüngsten Wahl 2014. Auch er musste damals in die Stichwahl und wurde mit rund 51 Prozent für weitere sieben Jahre im Amt bestätigt. Mittlerweile hat das Land Niedersachsen die Amtszeit des Regionspräsidenten auf fünf Jahre verkürzt und damit der Wahlperiode der Regionsversammlung angeglichen.
Steffen Krach ist 42 Jahre alt und stammt aus Hannover, wo er auch sein Abitur gemacht hat. Nach seinem Zivildienst hat er Sozial- und Politikwissenschaften in Göttingen und Berlin studiert. Seit 2007 war er bei der Berliner Senatsverwaltung tätig, zuletzt als Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung. In seine Zuständigkeiten fielen unter anderem die Charité sowie die Universitäten und Hochschulen.
Schon vor seinem Abitur ist Krach mit 19 Jahren in die SPD eingetreten und war unter anderem drei Jahre lang Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. Krach ist verheiratet und hat mit seiner Frau zwei Söhne im Alter von vier und sieben Jahren, im Oktober erwarten sie ihr drittes Kind. Für die Familie steht demnächst der Umzug nach Hannover an. „Wir haben bereits ein neues Zuhause gefunden“, so Krach.