Städtische Pflichtaufgabe wird von Ehrenamtlichen großartig erledigt

Ulf Anderson (re.) beobachtete, wie Detlef Hilgert (li.) dem früheren FTZ-Leiter Horst Heuer (Mi.) Urkunde und Ehrennadel für 60 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit überreichte. (Foto: Georg Bosse)
 
Nicht nur Otto Wietfeldt (li.) sowie Alfred Baxmann und Detlef Hilgert (v. re.) hatten sich erhoben, als Ulf Anderson (Mi.) die Ernennungsurkunde für Alexander Schultz (2. v. li.) verlas. (Foto: Georg Bosse)

Ortswehr Schillerslage war 3.864 Stunden im Ausbildungs-, Brand- und Hilfeeinsatz

SCHILLERSLAGE (gb). Im Schützen- und Sportheim Schillerslage hatte am vergangenen Freitagabend die Freiwillige Ortswehr die Regie übernommen. Vor den zur Jahreshauptversammlung erschienenen Gästen und Kameraden trug Ortsbrandmeister Otto Wietfeldt seinen Rechenschaftsbericht 2010 vor. Demnach wurden die Schillerslager im zurückliegenden Jahr zu 14 Einsätzen und Übungen (248 Stunden) gerufen. Darunter machten neun Hilfeleistungen den Großteil des Einsatzgeschehens aus. Insgesamt freilich leistete die Ortsfeuerwehr Schillerslage 3.864 ehrenamtliche Dienststunden.
Für diesen unbezahlten und wohl auch unbezahlbaren Zeitaufwand müsse die Stadt den Ortswehren immer wieder danken, weil Brandschutz eine kommunale Pflichtaufgabe sei, die von Ehrenamtlichen großartig geleistet werde, so Bürgermeister Alfred Baxmann in seiner Entgegnung auf den Jahresbericht von Otto Wietfeldt. Dass die Wehren in der Verwaltung große Wertschätzung genießen, bestätigte auch der für das Finanz- und Feuerwehrwesen zuständige Stadtrat Lutz Philipps. Und als ob Philipps seinen Worten auch gleich Taten folgen lassen wollte, bekräftigte er die Zusage von 7.500 Euro zur Erneuerung der Küchenanlage.
Ortsbürgermeister Ernst-August Thieleking appellierte an das Ortskommando, sich künftig verstärkt um die Kinder und Jugendlichen im Dorf zu bemühen. „Es kann doch nicht sein, dass in der Jugendwehr Schillerslage/Heeßel kein Schillerslager ist“, donnerte Thieleking. In die gleiche Kerbe schlug auch der stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Ehrenstadtbrandmeister Alfred Brönnemann aus Weferlingsen: „Starker Nachwuchs ist das Fundament aller Ortsfeuerwehren.“
Seinem Grußwort ließ Brandabschnittsleiter IV Detlef Hilgert (Sehnde) ein Ausblick auf die Entstehung einer niedersächsischen „Akademie für Brand- Katastrophenschutz“ folgen, die auf dem ehemaligen Kasernengelände in Celle/Scheuen errichtet werden soll. Darüber hinaus kündigte Hilgert für Samstag, 17. September, eine Info-Börse am Standort der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Burgdorf an, auf der verschiedene (Ausbildungs-)Programme sowie feuerwehreigene Entwicklungen, nach dem Motto „Nicht jeder muss das Rad neu erfinden“, präsentiert werden sollen. Die Ankündigung von Stadtbrandmeister Ulf Anderson (Burgdorf), dass neue Atemschutzgeräte für die Schillerslager Wehr schon in der Ausschreibung seien, trug auch zur generell guten Stimmung bei den Kameraden bei. Die hob sich besonders beim stellvertretenden Ortsbrandmeister Alexander Schultz, der wenige Augenblicke später von Anderson und Otto Wietfeldt zum Löschmeister ernannt wurde.
Die üblichen Ehrungen für langjährige Ortswehrzugehörigkeiten wurden von Detlef Hilgert vorgenommen. Urkunden und die dazugehörigen äußeren Kennzeichen erhielten Jörg Meyer (25 Jahre), Heinz Bernhard (40 J.) sowie der frühere FTZ-Leiter Horst Heuer (60 J.).
Bei den Burgdorfer Stadtwettkämpfen am Samstag, 14. Mai, in Ramlingen messen sich die Schillerslager mit den übrigen Ortswehrkameraden. Und die Vorbereitungen zum publikumsträchtigen Dorf-Event „Dreschefest“, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert, laufen auch bereits auf Hochtouren, wie der Fördervereins-Vorsitzende Wolfgang Heldt durchblicken ließ.