Stadtwerke erhöhen Gaspreis

Der Strompreis bleibt bei dem kommunalen Energieversorger konstant

Burgdorf (r/fh). Der Strompreis bleibt bei den Stadtwerken Burg­dorf konstant, das Gas wird für die Kunden zum Jahreswechsel hingegen teurer. Vom 1. Januar 2022 an müssen sie in allen Tarifen je Kilowattstunde netto 0,83 Cent mehr zahlen, wobei die Mehrwertsteuer den Effekt noch verstärkt. Bei einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden kostet das Gas brutto jetzt 6,78 Cent je Kilowattstunde statt bisher 5,80 Cent. Der Grundpreis bleibt unverändert bei 12,30 Euro pro Monat. In diesem Beispiel ergeben sich Brutto-Mehrkosten von 147 Euro pro Jahr.
Die Stadtwerke begründen die Preissteigerung mit den derzeitigen Entwicklungen am Energiemarkt in Deutschland und Europa. Denn nach dem Wirtschaftseinbruch wegen der Corona-Epidemie im vergangenen Jahr sei die Nachfrage nach Strom und vor allem Gas wieder sprunghaft angestiegen und übertreffe nun teilweise das Angebot. Weil in Asien deutlich höhere Preise gezahlt würden, komme kaum noch Flüssiggas nach Europa. Und nach dem vergleichsweise kalten Winter 2020/21 seien die großen Gasspeicher in Deutschland nicht wieder komplett aufgefüllt worden. Bemerkbar mache sich auch der CO2-Preis, den die Bundesregierung eingeführt hat, um die Klimaziele zu erreichen.
Der steigende Gaspreis treibt derzeit auch den Großhandels­preis für Strom in die Höhe. Dieser Effekt könne sich in den nächsten Jahren sogar noch verstärken, weil aufgrund des Ausstiegs aus der Atomenergie zusehends Gas als Brückentechnologie für die Stromerzeugung benötigt werde.
Trotz dieser Entwicklung bleibt der Strompreis bei den Stadtwerken Burgdorf konstant. „Für Gas können auch wir die gestiegenen Kosten leider nicht kompensieren. Umso mehr freut es uns, dass wir für Strom, trotz weiterhin angespannter Weltwirtschaftslage, unsere Preise konstant halten können und unsere Kunden zumindest hier nicht weiter belasten müssen“, betont Geschäftsführer Frank Jankowski-­Zumbrink.