Stadtsparkasse macht mit Spende „barockes” Diorama möglich

Thomas Pötsch (li.) und Karl-Ludwig Schrader (re.) ließen sich von Horst Hübner (2. v. re.) die Zinnfigurenszene „Maskenball im Schlossgarten zu Herrenhausen um 1840“ erläutern. (Foto: Georg Bosse)

Burgdorf kann mit seiner Zinnfiguren-Ausstellung „prunken“

BURGDORF (gb). Noch bis 22. August wird im Stadtmuseum die Ausstellung „75 Jahre Zinnfiguren in Burgdorf“ zu erleben sein. Mitten in den Vorbereitungsarbeiten zur Jubiläumsschau im Ackerbürgerhaus an der „Schmiedestraße“ bekamen Horst Hübner und Klaus Gronau, die fingerfertigen und sachkundigen Hüter der Burgdorfer Zinnfigurensammlung, Besuch vom Vorstand der Stadtsparkasse Burgdorf (SSK), Thomas Pötsch. Der leitende Banker des örtlichen Geldinstituts hatte einen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro mitgebracht. Mit dieser Summe trat die SSK erneut als Förderer der Burgdorfer Zinnfigurensammlung auf.
Mit der Übergabe des symbolischen Schecks an den Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), stellvertretend für den Förderverein des Stadtmuseums, Karl-Ludwig Schrader, unterstütze man gerne das ehrenamtliche Engagement und die Pflege der Dioramen, ließ Thomas Pötsch wissen.
„Durch die großzügige Spende der Stadtsparkasse war es möglich, neue Schaukästen anzuschaffen sowie eine neue Zinnfigurenszene anzufertigen und unterzubringen“, bedankte sich Horst Hübner und zeigte auf das besagte, von ihm eingerichtete Diorama, das einen „Maskenball im Schlossgarten zu Herrenhausen um 1840“ darstellt. Die Figuren stammen aus dem Fundus der Burgdorfer Sammlung und wurden von Günter Gremmel fachmännisch bemalt.
Rot gekleidete Herolde, ein kleines Orchester, das zum höfischen Tanz aufspielt, sich vergnügende Pärchen hinter geometrisch gestutzten Hecken, Gärtner und spielende Kinder bestimmen die Szene im Herrenhäuser Barock-Garten. Mit solch prunkvollen Festen erlebte der Adel beispielsweise pompöse venezianische Nächte mit Gondelfahrten auf dem Wasser. So soll Hannovers Kurfürstin Sophie vor 300 Jahren gesagt haben: „Mit dem Garten in Herrenhausen können wir prunken.“
Wenn das Stadtmuseum seine Türen für „75 Jahre Zinnfiguren in Burgdorf“ öffnet, kann die Auestadt mit der Ausstellung seiner Figuren- und Dioramensammlung sicherlich auch „prunken“.