Stadt reicht Bewerbung ein

Unterlagen zur Städtebauförderung sind Ende Juni fristgerecht beim Land eingegangen

Burgdorf (fh). Die Stadt hat Ende Juni beim Land Niedersachsen fristgerecht den Antrag zur Aufnahme in die Städtebauförderung eingereicht. Die dafür erforderlichen Unterlagen hat sie zusammen mit dem Büro plan-werkStadt aus Bremen erstellt. Für die vorbereitenden Untersuchungen hatten sich die Fachplaner unter anderem die Gebäude und die Verkehrssituation in der Innenstadt angeschaut. Dabei haben sie eine Reihe von städtebaulichen Missständen aufgelistet und Vorschläge gemacht, wie sie mit Hilfe von Fördergeldern behoben werden könnten. Sie diagnostizierten beispielsweise zu viel Autoverkehr auf der Marktstraße, zu wenige Spielmöglichkeiten für Kinder, unzureichende Radwege und insgesamt eine geringe Aufenthaltsqualität in der City.
Die Stadt geht davon aus, dass im Herbst eine Abordnung des Niedersächsischen Umweltministeriums nach Burgdorf kommen wird, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. Mit der Entscheidung über den Antrag rechnet sie dann im Frühjahr 2022. Wenn alles glatt geht, könnte Burgdorf im Sommer 2022 in das Förderprogramm aufgenommen werden und dann über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren unterschiedliche Maßnahmen zur Aufwertung der Innenstadt umsetzen.
Das Bremer Planungsbüro rechnet dafür mit Gesamtkosten von rund 15,5 Millionen Euro. In der Regel werden sie zu je einem Drittel von Bund, Land und Kommune getragen. Da sich die Stadt Burgdorf in der Haushaltssicherung befindet, könnte ihr Eigenanteil sogar auf zehn Prozent sinken. Somit müsste sie insgesamt 1,55 Millionen Euro Schultern beziehungsweise etwa 155.000 Euro pro Jahr.