Stadt kauft drei E-Autos

Burgdorfs Klimaschutzmanager Alexander Woywode (von rechts) und Bürgermeister Armin Pollehn präsentieren zusammen mit dem stellvertretenden Leiter des Gärtnerbauhofes Thore Schombrera und dem Leiter des Klärwerks Olaf Klippstein die kürzlich angeschafften E-Fahrzeuge.

Tiefbauabteilung tauscht die Vorarbeiterfahrzeuge bei Bauhof, Gärtnerbauhof und Kläranlage aus / Bei der Baumkontrolle kommt jetzt ein Lastenfahrrad zum Einsatz

BURGDORF (fh). Um weniger Kohlenstoffdioxid zu verbrauchen, hat sich die Stadt unter anderem vorgenommen, ihren Fuhrpark auf alternative Antriebssysteme umzustellen. So steht es im Klimaschutz-Aktionsprogramm, das sie 2012 erarbeitet hat. Doch bei dieser Maßnahme zeigt sich auch, wie mühsam die Umsetzung sein kann. Denn bei Kehrmaschinen, Radladern und den Wagen der Feuerwehr stößt die E-Mobilität schnell an ihre Grenzen. "Ein Schneepflug ist im Winterdienst auch mal zehn Stunden am Stück im Einsatz. Dafür würden die Ladekapazitäten nicht ausreichen", nennt der Klimaschutzmanager Alexander Woywode.
Deshalb habe die Verwaltung erst einmal ihren gesamten Fuhrpark unter die Lupe genommen und die Fahrzeugtypen, gefahrenen Kilometer sowie Einsatzart und -stunden analysiert. Das Ergebnis: Von den insgesamt mehr als 80 städtischen Fahrzeugen können zunächst drei durch E-Autos ersetzt werden, nämlich die Vorarbeiterfahrzeuge für Bauhof, Gärtnerbauhof und Kläranlage.
Ein weiterer Wagen mit Verbrennungsmotor wurde durch ein E-Lastenfahrrad ersetzt, das vor allem bei der Baumkontrolle zum Einsatz kommt. "Der Mitarbeiter ist damit bei Wind und Wetter unterwegs. Ich habe ihn schon oft durch den Stadtpark radeln sehen", sagt Bürgermeister Armin Pollehn anerkennend. In der großen Kiste am Vorderrad seien die Messgeräte verstaut, die er für seine Arbeit benötigt.
Mit einem weiteren Lastenfahrrad wird bereits seit 2018 kleineres Material sowie die Hauspost zwischen den fünf Rathäusern und weiteren städtischen Einrichtungen transportiert. Außerdem hat die Tiefbauabteilung kürzlich noch ein Pedelec angeschafft, das von mehreren Mitarbeitern bei Bedarf als Dienstfahrrad genutzt wird.
Insgesamt kosten die drei Autos, das Lastenrad und das Pedelec sowie die dafür nötigen Ladeboxen rund 90.000 Euro. Etwas die Hälfte davon finanzieren sich über Fördergelder aus der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Die Batterien werden jeweils für 950 Euro pro Jahr gemietet.
Die drei Elektro-Autos sind vom Modell Renault Kangoo Maxi ZE 33. Sie wiegen rund 1,7 Tonnen und können insgesamt bis zu 610 Kilogramm laden. Sie haben 60 PS und einen Verbrauch von 8,7 Kilowattstunden pro 100 Kilometer; ihre Reichweite beträgt 217 Kilometer. Der komplette Ladevorgang dauert etwa acht bis neun Stunden. "Aber in der Regel sind sie 40 bis 50 Kilometer am Tag unterwegs. Wenn wir sie also jeden Tag an die Ladestation hängen, geht es deutlich schneller", so Woywode.