Stadt hebt Sperrung auf

Die Immenser Straße ist wieder freigegeben: Autofahrer kommen jetzt wieder vom Kreisel am Schwarzen Herzog bis zum Ostlandring durchfahren.

Nach über neun Monaten Bauzeit ist die Immenser Straße auch zwischen Rubensplatz und Ostlandring wieder freigegeben

BURGDORF (fh). Die Immenser Straße ist wieder passierbar: Nach über neun Monaten Bauzeit wollte die Stadt die Sperrung gestern Nachmittag nun aufheben (nach Redak-
tionsschluss). Erneuert worden sind sowohl die Fahrbahn, Gossen und Gehwege als auch die Kanalisation und Trinkwasserleitungen.
Im Mai 2019 hatten die Sanierungsarbeiten begonnen und sollten ursprünglich bis zum Jahreswechsel abgeschlossen sein. Doch auf der Zielgeraden stellte sich heraus, dass der südliche Teil vom Raabeweg weiter Richtung Ostlandring größere Schäden aufwies, als erwartet. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr entschied deshalb, nicht nur die obere Fahrbahnschicht zu erneuern, sondern auch den Unterbau.
Nun sind die Arbeiten aber weitgehend abgeschlossen! Die Fahrt zwischen dem Kreisel und dem Rubensplatz war bereits wieder freigegeben – seit gestern geht es nun auch wieder weiter bis zum Ostlandring und Richtung Steinwedel. Restarbeiten stehen hingegen noch aus: So müssen beispielsweise die Trinkwasserleitungen am Rubensplatz und in der Rückertstraße noch erneuert werden.
Außerdem fehlen bisher die Fahrbahnmarkierungen; sie können aufgrund der Witterung erst im Frühjahr aufgebracht werden. Während der Mittelstreifen und Haltelinien dann kommen sollen, werden die Schutzstreifen und Piktrogramme für den Radverkehr vorläufig gar nicht markiert. „Die Immenser Straße ist sehr schmal, sodass wir die Mindestbreite für die Schutzstreifen nur inklusive der Gosse einhalten könnten“, erläuterte Rainer Herbst, der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, am Donnerstag in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses.
Der Asphalt sei aber zu hoch eingebaut worden, sodass es nun eine Kante zwischen Fahrbahn und Gosse gebe. „Das ist mitten auf einem Schutzstreifen natürlich nicht zulässig“, betonte Herbst und fügte hinzu: „Auf die Schnelle könnten wir die Markierung deshalb gar nicht vornehmen.“ Zunächst müsste der Aspahlt dafür abgefräst werden.
Aber auch unabhängig von diesem Baufehler habe die Stadt schon überlegt gehabt, wegen der geringen Breite auf die Markierung eines Schutzstreifens zu verzichten. Das sei auch mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Verkehrsbehörde der Region Hannover und der Polizeiinspektion Burgdorf abgesprochen. Im Laufe des Jahres soll überprüft werden, ob das Miteinander von Auto- und Radfahrern auch so funktioniert. Falls es nötig erscheint, sollen die Schutzstreifen, gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden.
Die Vorsitzende der Burgdorfer Grünen Maria Leykum stellt das nicht zufrieden. Sie meldete sich bei der Einwohnerfragestunde im Verkehrsausschuss zu Wort. „Ich finde das sehr bedauerlich. So langsam hatten sich die Verkehrsteilnehmer gerade an die Schutzstreifen auf der Immenser Straße gewöhnt“, argumentierte sie und ergänzte: „Falls man die Markierungen in einigen Monaten dann doch wieder vornehmen muss, fängt man wieder von vorne an.“