Stadt erhöht Pachtzins

Kleingärtner in den Kolonien "Drei Eichen" und "Grüne Aue" zahlen zehn Prozent mehr / 2023 komm die nächste Erhöhung um zehn Prozent

BURGDORF (fh). Die Kleingärtner in den Kolonien "Drei Eichen" und "Grüne Aue" müssen künftig etwas mehr für ihre Parzellen bezahlen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat einstimmig beschlossen, den Pachtzins rückwirkend zum 1. Januar 2020 um zehn Prozent anzuheben, zum 1. Januar 2023 dann noch einmal um weitere zehn Prozent. Dieser Pachtzins ist dann bis 2025 festgeschrieben.
Damit beträgt die Gesamtpacht von diesem Jahr an für die Drei Eichen rund 3.395 Euro und für die Grüne Aue 5.255 Euro - etwa 309 Euro beziehungsweise 478 Euro mehr als bisher. Bei einer durchschnittlichen Parzellengröße ist das je Pächter im Jahr eine Mehrbelastung von 6,30 Euro (Drei Eichen) und 6,90 Euro (Grüne Aue).
Die Stadt hat diese Erhöhung als Kompromiss mit den betroffenen Kleingartenvereinen ausgehandelt. Ursprünglich hatte sie für dieses Jahr eine Anhebung um 20 Prozent vorgeschlagen - doch das lehnten die Vereine ab. Daraufhin einigte man sich darauf, den Pachtzins in zwei Etappen zu erhöhen.
Das entspricht dem Modell, das die Stadt auch in den vergangenen Jahren bereits praktiziert hat. Seit 2004 wurde der Pachtzins etwa alle drei Jahre um zehn Prozent angehoben, zuletzt 2014 und 2017. Zuvor hatte es teils sehr viel drastischere Erhöhungen gegeben.
Der maximal zulässige Pachtzins für die beiden Kleingartenanlagen einschließlich der öffentlichen Lasten für Grundsteuer A und Straßenreinigung beläuft sich auf 5.119,30 Euro für die Kolonie "Drei Eichen" und 7.609,48 Euro für die Kolonie "Grüne Aue". Das schöpft die Stadt nach wie vor nicht voll aus. Obwohl das Rechnungsprüfungsamt bereits 2003 angeregt hatte, den Höchstzins zu erheben, verlangt die Stadt auch nach den beiden jetzt beschlossenen Erhöhungen nur etwa 75 Prozent dieses Wertes.