St. Nikolaus lässt die Narren frei!

Wolfgang Hüßler stand zum 18. Mal in der Bütt.

Buntes Programm beim Fasching der katholischen Pfarrgemeinde

VON DANA NOLL

BURGDORF. „St. Nikolaus – Helau!“ Was für ein buntes und närrisches Treiben am vergangenen Freitagabend im Pfarrheim. Hier feierten im ausverkauften Haus, 150 Gäste den diesjährigen Fasching der katholischen St. Nikolaus Pfarrgemeinde. Unter dem Motto „So ein Zirkus – Manege frei in St. Nikolaus“ gab es jede Menge Büttenreden, Tanz, Musik und vor allem Spaß und gute Laune. Um Punkt 20.11 Uhr begrüßte Moderator Wolfgang Mücher die Gäste „aus Burgdorf, Hänigsen, Uetze und anderswo zum Karneval, der schon über alle Grenzen hinweg bekannt ist.“ Die drei Gondolierie heizten der Schar zum Start mit ihren Schunkel- und Stimmungsliedern aus guten, alten Zeiten ein. Es wurde geklatscht, gesungen und auf den Bänken getanzt.
Danach übernahm Wolfgang Hüßler und berichtete vom alltäglichen Zirkus an der Kasse. Bereits zum 18. Mal war er mit einer Büttenrede hier am Start. So klärte er sein närrisches Publikum über die drei Grundnahrungsmittel für Männer („Fleischwurst, Erdnuss und Bier!“) auf, erzählte von dem „großen Groschen-Cent-Roulette“ an den Kassen und forderte „eine einstellige Pin mit zehn Versuchen für Senioren!“ Alles, natürlich mit einem Augenzwinkern dargebracht. Das Publikum amüsierte sich kräftig und dankte mit tosendem Beifall und einer „Rakete“.
Mit der Blond AG wurden die Zuschauer in die 50/60-er Jahre katapultiert. Mit Pünktchenkleid und Pferdeschwanz gab es Tanzeinlagen zu den Melodien aus dem Musical Grease. Auch sie bekamen eine Rakete und – wie alle Akteure – eine rote Clownsnase als diesjähriges Dankeschön-Geschenk.
Was es so mit dem alltäglichen Zirkus im Pfarrbüro auf sich hat, darüber plauderte Miss Chrissy alias Pfarrsekretärin Christiane Berger. In ihrer Funktion lässt sie als exzellente Dompteuse, die Pfarrer, den Kirchenvorstand und den Pfarrgemeinderat nach ihrer Ansagen tanzen. Mit Reimen wie „Zunächst einmal darf ich nie vergessen, dem Zirkus-Chef, die Füss` zu küssen!“ hatte sie die Lacher auf ihrer Seite.
Vor der (Tanz-) Pause begeisterten die Brüder Julius und Constantin Vogel mit einer Jonglage. Danach ging es munter weiter mit den „Sahneschnitten“ (die Frauen des Familienkreises), mit einem Sketch von Ricarda Lott und Katharina Reich sowie Robert Haffke, der in die Bütt musste. Vom Zirkus in der Ehe berichteten die Schultes und Wolfgang Hüßler trat zum zweiten Mal, aber dieses Mal als Magier, in den Ring. Nach einer weiteren Pause übernahmen überwiegend die Männer, die von der „Zirkusfreundin“ und auch der „Hallelujah Grippe“ erzählten.
Nach Ende der karnevalistischen Narrenschau wurde bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen. Für das leibliche Wohl gab es ein buntes Buffet mit Hot Dogs und Popcorn.
Auch in diesem Jahr wurde die Hälfte des Erlöses an einen guten Zweck gespendet. Er geht an die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge in Burgdorf.