St. Georg war nicht mit dem Wettergott im Bunde

Nur die Dressurreiter und ihre Pferde brachten ihre Lektionen auf der „Burgdorfer Seenplatte“ zu Ende. (Foto: Georg Bosse)

Reit- und Springturnier hatte unter Dauerregen zu leiden

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Guten Reitsport bei fast allen Prüfungen bekamen die Besucher am zurückliegenden, dreitägigen 45. Reit- und Springturnier des Burgdorfer Reit- und Fahrvereins St. Georg auf seinem Vereinsgelände „An der Bleiche“ trotz widrigster Witterungsverhältnisse geboten. Denn das reitsportliche Großevent hatte in der Auestadt am vergangenen Frühlingswochenende unter den „herbstlichen“ Temperaturen sowie unter dauerndem Niederschlag mit zeitweiligem Starkregen erheblich zu leiden.
Aus Sicherheitsgründen sah sich daraufhin das Wertungsrichterteam schließlich gezwungen, am Sonntag gegen 14.00 Uhr die restlichen Springprüfungen wegen Unbereitbarkeit des Parcours abzusagen. Tags zuvor hatte es ein bei Reitsportveranstaltungen herkömmliches Malheur gegeben, bei dem sich eine junge Frau Prellungen und eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. „Das war ein ganz normaler Sportunfall. Die Reiterin wurde sofort ärztlich versorgt“, erklärte St. Georg-Vorsitzender René Schwippert.
Lediglich die Dressurreiter erwiesen sich als „wasserfest“ und brachten ihre Wettkämpfe zum feuchten Ende. Dabei glich das sandige Dressurviereck an manchen Stellen einer „Seenplatte“, in der Ross und Reiter ihre Lektionen abzuliefern hatten. Die Qualifikation zur „Warsteiner“-Reitsportförderung, eine Stilspringprüfung der Klasse L, konnte Saskia Sophie Kunz vom RFV Thönse auf „Little Classic“ für sich entscheiden. Mit „Go on`s Gisela“ gelang ihr auch der Sprung auf Platz 2.
In der Springprüfung der Klasse M* war der Burgdorfer Joachim Winter, der für den Reit- und Fahrverein Westercelle/Altencelle startet, auf „Smilla“ erfolgreich und sicherte sich mit „For Fantasy“ auch noch Platz 6. Für St. Georg-Lokalmatador und Regionsmeister Henning Ernst ging es in der Zeitspringprüfung der Klasse M* um den Sieg. Nach Luisa Försterling (RFV Auetal) und Christopher Dittmann (Pferde-Sport-Gemeinschaft Nienhagen) kam der Burgdorfer Optikermeister als Drittbester über die Hürden und ins Ziel. Das Ein-Sterne-S-Springen mit Stechen, das erstmals nach fünf Jahren wieder durchgeführt werden sollte, fiel wegen der Absage ins Wasser.
Gegen Ende des Turniers zog St. Georg-Vorsitzender René Schwippert ein „durchwachsenes“ aber positives Fazit: „Bei der Organisation dieses reitsportlichen Ereignisses in der Pferdestadt Burgdorf haben alle ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ungeachtet der nasskalten Umstände an einem Strang gezogen. Dabei war der Besucherzuspruch im Laufe des Samstags sogar um einiges größer als im Vorjahr.“