Spürhunde im Unterricht

Die Schüler Charlene (von links), Denis, Tim und Dominik mit Spürnase Artus. (Foto: Anne Frick/BBS Burgdorf)

BBS-Schüler erhalten einen spannenden Einstieg in die Verhaltensbiologie

BURGDORF (r/fh). Jeden Samstag besucht eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Berufsbildende Schule (BBS) Burgdorf, um parallel zu ihrer Ausbildung die Fachhochschulreife zu erlangen? Was sie bis vor kurzem nicht wussten: Während sie im Klassenzimmer über ihren Aufgaben brüten, drücken auch einige Vierbeiner die Schulbank. Denn neun Hunde werden in einer Hundeschule zu Personenspürhunden ausgebildet.
Jetzt gab es für beide Seien eine spannende Abwechslung: Die "Mantrailing"-Gruppe (von Englisch man = Mensch und trail = verfolgen) hat die BBS-Schüler kürzlich besucht. Denn die Hunde sollten nach einem halben Jahr Training endlich einmal in einem Gebäude üben. Und die BBS Burgdorf nutzte das Training als Einstieg in das Thema Verhaltensbiologie.
Zu Beginn des gemeinsamen Unterrichts bildeten sich insgesamt neun Teams as Hundeführer, Hund und Schüler. Jeweils ein Schüler versteckte sich im Gebäude und das Hundeführer-Spürhund-Gespann suchte die Person. Begleitet wurde das Team von ein bis zwei Schülern, die sich Notizen zum Verhalten der Hunde machten.
Und dabei machten sie tatsächlich einige interessante Beobachtungen: So ist den Schülern beispielsweise aufgefallen, dass ein Hund bei verschlossenen Türen hilfesuchend zum Hundeführer blickt, ein anderer sich aber verlegen hinter dem Ohr kratzt, bis ihm die Tür geöffnet wird.
Zum Glück musste keiner der Schüler auch noch den Sonntag in der BBS Burgdorf verbringen, denn alle wurden erfolgreich von den Hunden gefunden, freuten sich die Lehrerinnen Anne Frick und Kerstin Kuhlmann. Informationen zum Erwerb der Fachhochschulreife parallel zur Berufsausbildung erteilt Birgit Schulz unter der Telefonnummer (05136) 899217.