Spielzeug vorm Müll gerettet

Uwe Dittrich (von links) und Joachim Burkart freuen sich über die gelungene Ferienaktion und das reparierte Spielzeug. (Foto: privat)

Das Team des Reparatur-Cafés hat zusammen mit zehn Grundschülern Holzspielzeug aus der Kita Fröbelweg wieder instand gesetzt

BURGDORF (r/fh). Wo gehobelt wird, da fallen Späne - und wo Kinder ausgelassen spielen, da geht auch mal etwas in die Brüche. Aber gleich alles wegwerfen, was nicht mehr ganz in Schuss ist? Das muss nicht sein, ist das Team vom Reparatur-Café überzeugt und hat deshalb Kontakt zu Grundschulen und Kindergärten aufgenommen. "Am Montag hatten wir jetzt einen richtig tollen und erfolgreichen Termin", berichtet der Ehrenamtliche Gerd Müller begeistert.
Zehn Jungen und Mädchenvon der Ferienbetreuung des Kinderschutzbundes haben zusammen mit ihm und seinen beiden Kollegen vom Reparatur-Café Joachim Burkart und Uwe Dittrich ein paar Stunden in der Werkstatt verbracht. Sie konnten nicht nur eigenes kaputtes Spielzeug reparieren, sondern haben sich auch um 18 Holzspielzeuge der Kita Fröbelweg gekümmert. So können die Kita-Kinder jetzt wieder mit Eisenbahn, Kran, Parkhaus, Murmelflipper, Kasperletheater und vielem mehr spielen.
Auch im Rahmen der Nachmittagsbetreuung der Grundschule an der Gartenstraße gibt es seit Februar ein solches Angebot: Einmal wöchentlich setzen Müller, Burkart und Dittrich mit interessierten Kindern kaputtes Spielzeug und andere defekte Gegenstände wieder instand. Und damit es immer genug zum Reparieren gibt, holen sie auch gern kaputtes Spielzeug von Kitas ab, bringen es mit den Grundschülern in der Nachmittagsbetreuung wieder auf Vordermann, um es den Kitas dann kostenlos wieder zurückzubringen.
Das Team vom Reparatur-Café will den Kindern damit eine Alternative zur Wegwerfkultur aufzeigen und sie für Umweltschutz und Ressourcenschonung sensibilisieren. Zusätzlich könne auch das technische Verständnis geschult und der Umgang mit Werkzeug eingeübt werden. "Durch das freie Tüfteln kann auch die Motivation für handwerkliche Berufe geweckt werden", so Müller.