Spaziergang in die Vergangenheit

Gerhard Bleich (von links), Burkhard Wolters und Joachim Lüers haben gemeinsam einen Stadtspaziergang erarbeitet und sind die einzelnen Stationen abgegangen.

Der VVV und der Förderverein Stadtmuseum haben einen Rundweg mit Infos zur Stadtgeschichte konzipiert

Burgdorf (r/fh). Ob Spazieren gehen oder Fahrrad fahren – viele Menschen haben während Corona-Epidemie und Lockdown Freizeitaktivitäten an der frischen Luft für sich entdeckt. Die einen, um etwas für Gesundheit und Fitness zu tun oder um das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen zu meiden, die anderen einfach mangels Alternativen. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) sorgt jetzt dafür, dass die Burgdorfer dabei nebenbei auch gleich noch etwas über die Geschichte ihrer Stadt erfahren können.
Zusammen mit dem Förderverein Stadtmuseum hat er einen etwa einstündigen Stadtspaziergang konzipiert. Die Textbeiträge dazu hat Burkhard Wolters verfasst, aktuelle Fotos von den einzelnen Stationen stammen von Joachim Lüers. Sie stehen ebenso wie historische Aufnahmen auf der Internetseite www.vvvburgdorf.de zum Download bereit. Wer keinen Internetzugang besitzt, erhält eine Printversion für eine geringfügige Schutzgebühr bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862.
Startpunkt des Spaziergangs ist die ehemalige Synagoge an der Poststraße, in der sich heute die KulturWerkStadt befindet. Von dort aus geht es durch die Louisenstraße zum Spittaplatz und zum Burgdorfer Schloss. Während sie durch den Stadtpark wandeln, können sich die Spaziergänger über das frühere Schwimmbad informieren, das sich dort einmal befand, ebenso wie ein Hotel, das zwar geplant, aber nie gebaut wurde. Vor dem Schwanenteich schlägt der Spaziergang den Rückweg ein, auf dem das jahrzehntelang betriebene, ehemalige Astoria-Kino am Hannoverschen Tor, der Magdalenenfriedhof an der Hochbrücke, das Finanzamt, das alte Postamt und das Rathaus II mit seinem Kutscherhaus in das Blickfeld rücken.
Die Initiative zu dem Stadtspaziergang ging vom VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich aus. „Wenn ich am Wochenende durch Burgdorf oder den Stadtpark gehe, merke ich, dass viele Familien, Paare und auch Alleinstehende unterwegs sind“, begründet er. Der ein oder andere habe ihn auch schon angesprochen und nach der Geschichte eines Gebäudes, früheren Eigentümern oder anderen historischen Fakten gefragt. „Da nehme ich ein großes Interesse wahr“, betont Bleich und fügt hinzu: „Der Stadtspaziergang sorgt hoffentlich für ein bisschen Abwechslung im Lockdown!“