Sonderausstellung mit Fotografien von Susanne Schumacher

In zeitgenössischer Mode werden die Models vor historischen Gebäuden, wie hier dem Burgdorfer Schloss, mit Mitteln der künstlerischen Fotografie „in Szene gesetzt“. (Foto: Susanne Schumacher)

Fortsetzung des Beiprogramms zu „Frauenleben in Burgdorf - eine Zeitreise“

BURGDORF (r/jk). In der vom VVV und der Stadt Burgdorf präsentierten Ausstellung „Frauenleben in Burgdorf - eine Zeitreise", die das Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) bis zum 29. Januar 2012 zeigt, steht Stadtgeschichte aus weiblicher Perspektive im Mittelpunkt. Im Rahmen dieser Ausstellung gibt es ein facettenreiches Beiprogramm, das in kurzen Intervallen besondere Highlights umfasst. Nach der Autorenlesung von Cornelia Kuhnert und der Bilderwelt der März-Malerinnen zeigt die Künstlerin Susanne Schumacher von Sonnabend, 7. Januar, bis Sonntag, 15. Januar 2012, Fotografien ihres erfolgreichen Romantik-Projektes.
Susanne Schumacher, in Burgdorf geboren, ist Filmemacherin, Fotografin, Autorin, Produzentin und arbeitet seit vielen Jahren als Journalistin für Tageszeitungen bzw. mit dem Medium Film und Fotografie. Sie ist Mitbegründerin und heute Vorstandsmitglied im Medienhaus Burgdorf. Seit dem Jahr 2000 ist sie im Künstlerinnenverband der GEDOK Hannover/Niedersachsen im Bereich Fotografie als Künstlerin tätig und durch Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland etabliert.
Die Zeit der Romantik, die vor über 200 Jahren begann und bis in unsere Zeit hineinreicht, ist das Thema der Arbeiten. Besonders die Innenstadt von Burgdorf eignete sich für dieses Fotografieprojekt mit Häusern aus der Zeit der Romantik. Licht und Schatten, Menschen und Gebäude bilden in den Fotografien eine Komposition.
Denn in der Romantik geht es um die Kunst in uns: Licht und Farbkontraste, visuelle Erfahrungen. Der bekannteste Vertreter der romantischen Malerei ist sicherlich Caspar David Friedrich, er wurde zum Inbegriff der romantischen Moderne. Seine Art Landschaften darzustellen gleicht einer Komposition von Seelenlandschaften. Seine Aussage über die Malerei teilt auch Susanne Schumacher für den Bereich der Fotografie: „Wichtig ist nicht nur das zu fotografieren oder zu malen, was man vor sich sieht, sondern auch was man in sich sieht.“
Die Idee, zeitgenössisch gewandete Models im Zusammenspiel mit den nach dem großen Brand von 1809 entstandenen historischen Gebäuden mit Mitteln der künstlerischen Fotografie „in Szene zu setzen“, besitzt eine eigene Faszination und akzentuiert in der Tat ganz neue Facetten der Wahrnehmung unserer wechselhaften Stadtgeschichte, so Bürgermeister Alfred Baxmann in einem Grußwort an die Künstlerin Susanne Schumacher zur Projektfeier im vergangenen Jahr. Er dankte ihr, dass sie Fotografien geschaffen habe, die in eindrucksvoller Weise das kultivierte Stadtleben darstellten. Eine Projektdokumentation auch mit stadtgeschichtlichem Hintergrund informiert im Internet unter www.romantikprojekt.de.
Der Eintritt zu der Kunstausstellung ist frei. Das Stadtmuseum ist sonnabends und sonntags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich (Tel. 05136/1862) ist Ansprechpartner für Sonderführungen, die für Vereine und Gruppe auch innerhalb der Woche möglich sind.