Sommerzeit ist für die Landwirte vor allem Erntezeit

Cord-Heinrich Schweer vor seinem erntereifen Rapsbestand. (Foto: Silke Marx)

Bei Cord-Heinrich Schweer in Hülptingsen ist die Ernte in vollem Gange

ALTKREIS BURGDORF (r/jk). Die stabile Hochdruckwetterlage der vergangenen Tage bot gute Erntebedingungen, so dass ein Großteil der Landwirte aus der Region Hannover die Gersten- und Rapsernte abgeschlossen hat und in Kürze Roggen und Weizen dreschen wird. Auch auf dem Betrieb von Cord-Heinrich Schweer in Hülptingsen ist die Ernte in vollem Gange.
Schweer bewirtschaftet einen für die Region Osthannover typischen Marktfruchtbetrieb. Hier baut der Landwirt zusammen mit seinen zwei Auszubildenden auf 140 Hektar Ackerfläche Speisekartoffeln, Getreide (schwerpunktmäßig Gerste und Roggen), Raps und Zuckerrüben an. Mit der diesjährigen Gerstenernte ist Schweer zufrieden: „Die Beregnung konnte größere Ertragsausfälle durch die Frühsommertrockenheit verhindern. Auf meinem Betrieb kamen Auswinterungsschäden und Ährenknicken außerdem nicht so sehr zum Tragen, wie bei vielen meiner Berufskollegen.“ Beim Raps rechnet Schweer mit durchschnittlichen bis leicht überdurchschnittlichen Erträgen, was insbesondere aufgrund des hohen Preisniveaus für Getreide und Ölfrüchte sehr positiv für die Landwirte ist.
„Wir Ackerbauern freuen uns über das hohe Preisniveau für unsere Ernte. Für die Landwirte, die Getreide als Futter für die Veredelung einkaufen müssen, haben die hohen Getreidepreise jedoch höhere Futtermittelkosten zur Folge. Damit die Veredelung sich weiter rechnet, müsste das Fleisch entsprechend besser vergütet werden.“ Die aktuell höheren Preise resultieren aus der weltweit geringen Versorgungslage mit Getreide und Ölfrüchten. Durch die aktuelle Dürre in den USA und die starken Auswinterungsschäden, die in diesem Winter vor allem die Ukraine, Russland, Polen und auch Deutschland trafen, ist weltweit mit einer verhältnismäßig geringeren Getreideernte zu rechnen.