Solo auf der Schreibmaschine

Seiner orangefarbenen Privileg Schreibmaschine 27 entlockte der Bandleader Thomas Hoffmann mit „The Typewriter“ ein tolles Musikstück. (Foto: Helmut Steinseifer)

Beim Neujahrskonzert unterhält die Brass Band Berlin im Stadthaus mit hochklassiger Musik und viel Humor

BURGDORF (hst). „Natürlich Burgdorf!“ - unter diesem Motto steht das Themenjahr 2020, welches von Verkehrs- und Verschönerungs-Verein (VVV), Stadtmarketing Burgdorf (SMB) und StadtHaus Burgdorf am Samstag, 4. Januar im Veranstaltungszentrum Sorgenser Straße 31 mit einem Neujahrskonzert eröffnet wurde.
Bereits eine Stunde vor Konzertbeginn wurden die Besucher im Eingangsbereich des Veranstaltungszentrums von Stelzenläuferinnen des Kinder- und Jugendzirkus „Kritzpritz-knuckelmuckeldü“ mit Glückskeksen auf das Konzert eingestimmt.
Doch bevor die Brass Band Berlin mit ihrem musikalischen Programm beginnen konnte, ergriff der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Burgdorf, Heiko Nebel, das Wort, begrüßte die 400 Zuhörer im ausverkauften Saal und dankte den Sponsoren. Die Hannoversche Volksbank förderte das Neujahrskonzert und die Stadtsparkasse Burgdorf, Stadtwerke Burgdorf, E-Center-Cramer, Verlagsgesellschaft Madsack (HAZ/NP) und die Steuerkanzlei Skibba & Willardt unterstützen das Programm. In Form eines Zwiegesprächs mit dem kleinen Jungen namens Hannes wies er auf das Programm des Themenjahrs von „Natürlich Burgdorf“ 2020 hin.
Bereits zum zweiten Mal konnte die Brass Band Berlin in Burgdorf für ein Feuerwerk der Musik aller Stilrichtungen sorgen: Musikstücke von Edward Elgar, Count Basie, Benny Goodman und anderen Legenden der Musikgeschichte meisterhaft interpretiert. Aus 21 Stunden Wagnermusik zauberte Thomas Hoffmann viereinhalb Minuten packende, reizvolle und spannende „Bayreuther Festspiele“ im Swing-Stil mit bekannten Themen aus „Walküre, Tannhäuser, Siegfried, Parzival, Der fliegende Holländer und Lohengrin“.
Die elf Musiker zeigten auch als Solisten, was in ihnen steckt. Alan Sommer sorgte mit seinen Trompetensoli für großen Applaus ebenso wie sein Bandkollege Friedrich Milz, der während seines Posaunen-Solos das Musikinstrument in seine Einzelteile zerlegte und wieder zusammenbaute.
Bandleader Thomas Hoffmann sorgte mit seinen Witzen und Annekdoten zwischen den Musikstücken immer wieder für Gelächter. Er fand auch noch Zeit mit der Vorsitzenden des Burgdorfer Stadtrats, Christa Weilert-Penk, ein Tänzchen zu wagen. Seiner orangefarbenen Privileg Schreibmaschine 27 entlockte der Bandleader mit „The Typewriter“ ein tolles Musikstück.
Nach einer Pause verzauberten die elf Musiker, langjährige Mitglieder großer Berliner Ensembles, wie dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, Rundfunk-Sinfonie-Orchester-Berlin oder der Rias Big Band das Publikum mit dem „Bolero“ von Maurice Ravel. Weitere Titel wie unter anderem die Titelmusik zu „Goldfinger“ sorgten für ein tolles Konzert-Feeling im Burgdorfer StadtHaus.
„Sing, Sing, Sing“ von Benny Goodmann stand als abschließendes Highlight auf der langen Musikliste der  Brass Band Berlin. Tobias Schiller performte den Klassiker mit höchster Perfektion auf seiner Klarinette und begeisterte die Zuhörer, die einen tollen Abend im Burgdorfer StadtHaus erlebten.