So begegnet Burgdorf dem demografischen Wandel

Viele gute Ideen aus der Region präsentieren sich im Foyer des Rathauses auf 25 Tafeln. (Foto: Svenja Steinseifer)

Burgdorf im Jahr 2025: Wanderausstellung im Rathaus IV

BURGDORF (svs). Mehr Senioren. Mehr Menschen mit Migrationshintergrund. Fachkräfte –eine Rarität? Herausforderungen, die die Demografische Entwicklung an unsere Gesellschaft stellt. Wie sieht es aus, das Burgdorf im Jahre 2025?
Burgdorf – In der Mitte kompakt, außen kleine Ortschaften mit ihrem ganz eigenen Flair. Drum herum Natur. Und ganz in der Nähe – Hannover, die Landeshauptstadt. 33.000 Menschen leben hier. Noch. Denn in der Wanderausstellung „Ideenbörse demografischer Wandel“ im Rathaus IV werden stagnierende und sogar rückläufige Einwohnerzahlen prognostiziert.
Burgdorf muss sich weiter entwickeln. Innen und außen. Kammerartig sollen die Siedlungen weiter in die Landschaft vorstoßen. Naherholung für jung und alt wird auf vielen Flächen angestrebt. Der Aktiv-Park im Burgdorfer Stadtpark ist eine solche Fläche. Und zugleich ein Aufrüsten für einen weiteren Aspekt des Demografischen Wandels: Unsere Gesellschaft wird älter.
Gerade um die Nachkriegszeit herum sei Burgdorf wie viele andere Gemeinden in der Bundesrepublik explodiert. Einwohner kamen, die Stadt wuchs. 1974 kamen Heeßel, Hülptingsen, Beinhorn, Dachtmissen, Schillerslage, Weferlingsen, Ramlingen-Ehlershausen, Otze und Sorgensen zur Kernstadt Burgdorf hinzu. Und viele der damals Zugezogenen erreichen jetzt das Seniorenalter. Das „Burgdorfer Modell“ soll Senioren ein selbstbestimmtes, barrierefreies Leben ermöglichen, ohne sie aus ihrer gewohnten Umgebung heraus zu reißen.
„Selbstbestimmtes Wohnen mit Betreuungssicherheit“ sieht das etablierte „Bielefelder Modell“ vor, welches dem „Burgdorfer Modell“ zugrunde liegt. Kernstück dabei sei die enge Zusammenarbeit von privaten Pflegediensten mit Wohnungsgesellschaften. Ein gemeinsamer Stützpunkt in einer geplanten oder bestehenden Wohnanlage soll die Versorgung der Senioren sichern.
Und ihre Selbstbestimmung mit zum Beispiel einem Mittagstisch aufrecht erhalten. Ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld auf lange Sicht sei Ziel des „Burgdorfer Modells“. Einer der drei geplanten Quartiersstützpunkte habe seine Arbeit, basierend auf ehrenamtlichem Engagement, bereits aufgenommen.
Attraktiv werden und bleiben möchte die Stadt zukünftig für jung und alt. Einzelne Ortschaften mit eigenem Charakter, eine gute Anbindung an Hannover und eine intakte, kompakte Innenstadt mit einer landschaftlich reizvollen Umgebung – auf diese besonderen Aspekte setzt Burgdorf als attraktiver Wohnstandort. Nicht auf Quantität, sondern auf Qualität komme es an.
Die Wanderausstellung „Ideenbörse Demografischer Wandel – gute Beispiele aus der Region Hannover“ präsentiert sich mit 25 Ausstellungstafeln noch bis zum 02. August im Burgdorfer Rathaus IV, vor dem Hannoverschen Tor 27.