Smarte Straßenlaternen

Die Stadt Burgdorf will weitere Straßenlaternen erneuern. (Foto: Stadt Burgdorf)

In einigen Bereichen soll das Licht automatisch gedimmt werden, wenn niemand vorbeikommt

Burgdorf (r/fh). Die Stadt Burg­dorf will weitere Straßenlaternen erneuern, um Stromkosten zu sparen und die CO2-Emissionen zu senken. Insgesamt sollen 1100 alte Natriumdampfleuchten mit gelbem Licht durch moderne LED-Lampen mit weißem Licht ersetzt werden. In einigen Bereichen soll zudem erstmals eine „smarte“ Beleuchtung zum Einsatz kommen, die sich intelligent herunterdimmt, wenn niemand vorbeikommt.
Für die Umrüstung fallen Kosten in Höhe von rund 500.000 Euro an, die größtenteils von der Stadt getragen werden. Das Bundesumweltministerium steuert 175.000 Euro bei. Außerdem werden die Anlieger auf Grundlage der Straßenausbaubeitragssätze beteiligt. Aufgrund der Erfahrungen mit dem LED-Konzept 2014 sei davon auszugehen, dass die Kosten für die einzelnen Betroffen jeweils im niedrigen dreistelligen Bereich liegen.
Durch den Austausch der Leuchtmittel lässt sich der Stromverbrauch nach Angaben der Stadt jährlich um weitere rund 237.000 Kilowattstunden senken. Der CO2-Ausstoß reduziere sich dadurch um jährlich rund 90,5 Tonnen. Bei dem aktuellen Strompreis rechnet die Verwaltung außerdem mit einer finanziellen Einsparung von mindestens 50.000 Euro pro Jahr.
An einigen in den Nachtstunden wenig frequentierten Radwegen – beispielsweise durch den Stadtpark und entlang der Hochbrücke – soll zudem eine sogenannte „smarte“ Beleuchtung installiert werden. Ist alles ruhig, fällt sie in einen Schlummermodus und wird auf 20 Prozent der normalen Stärke gedimmt. Sobald sich ein Radfahrer oder Fußgänger nähert, wird dieser durch Sensoren erfasst und die Lampen werden auf die normale Leuchtstärke hochgefahren. „Somit wird neben der Stärkung des Klimaschutzes auch die Lichtverschmutzung in den Grünanlagen reduziert“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung.