Singen hinterm Silo

Der Chor des Herrn K. probt jetzt unter dem Silovordach auf dem Raiffeisengelände. (Foto: privat)

Der Chor des Herrn K. probt auf dem Raiffeisengelände

Burgdorf (r/fh). Als Chorleiter Lutz König über einen Probenort im Freien mit Dach und guter Akustik für seinen Chor grübelte, fiel einem Sänger spontan die Lösung ein: Er erinnerte sich, wie er vollgepackt mit Dünger und Blumenerde nach einem Einkauf bei der Raiffeisengenossenschaft in Burgdorf unter dem Silovordach nach Hause radelnd ein Lied trällerte und sich über den schönen Klang gefreut hatte.
Lutz König stellte den Kontakt zur Raiffeisengenossenschaft her, wo man buchstäblich ein offenes Ohr für den Chor hatte. Und seit Juni probt das Ensemble nun im Freien unterm Silodach, vor Platzregen geschützt und anders als nach dem ersten Lockdown auch mit richtigem Chorklang.
Als nach monatelanger Zwangspause zum ersten mal wieder neunstimmiger Chorgesang erklang, war das für alle Beteiligten ein echter Gänsehautmoment. Nach der langen Zeit mit virtuellen Proben zuhause, bei denen sich die Sängerinnen und Sänger zwar sehen aber nicht hören konnten, war allen die Freude über das Miteinander und den gemeinsamen Klang der Stimmen deutlich anzumerken.
Anders als manch anderer Verein sei der Chor des Herrn K. dank seiner über 100 treuen Mitglieder bisher gut durch die Pandemie gekommen. Es habe praktisch keine Austritte und tatsächlich vier Neuzugänge gegeben. „Es ist sogar gelungen, neue Stücke einzustudieren, und noch haben wir die Hoffnung auf den traditionellen Adventsauftritt in der St.-Pankratius-Kirche nicht aufgegeben und freuen uns darauf, mit neuen und alten Songs unsere Fans zu begeistern“, sagt Chorleiter Lutz König.