Senioren lernen von Schülern

Alt lernt von Jung, v.l. KGS-Schüler Marek mit "seinem Schüler" Egon.

Smartphone-Schulung für Senioren

VON DANA NOLL

SEHNDE. Normalerweise geben ältere Menschen ihren Erfahrungs- und Wissensschatz an die nächste Generation weiter. Doch beim Thema „Smartphone-Nutzung“ sind die jungen Menschen den Best Agern deutlich überlegen. Und so schlüpften die Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule Sehnde (KGS) in die Lehrerrolle und gaben Seniorinnen und Senioren Nachhilfe im Umgang mit ihrem Handy.
An den zwei Workshops, die im öffentlichen Schülercafé auf dem Gelände der KGS stattfanden, nahmen insgesamt 24 Senioren teil. „Das Interesse ist groß, es gibt sogar eine Warteliste“, erzählt Dr. Hermann Krähling vom Seniorenbeirat. Auch Fachbereichsleiter Kay Jürgens begrüßt die Aktion:“Jung schult Alt, das ist für alle Seiten gewinnbringend.“ Gemeinsam mit Ralph Gensigora steht er den Schülerinnen und Schülern unterstützend zur Seite.
Die Schulungen basieren auf einer Idee des Seniorenbeirats in Kooperation mit Anja Hettling von der Stadt Sehnde sowie der KGS-Schulleitung Sandra Heidrich und wurden im Rahmen des Profilunterrichts durchgeführt. 13 Schüler aus dem 8. Jahrgang als auch dem 10. Jahrgang waren mit großem Eifer und vor allem auch Geduld dabei. Darunter auch Marek Maertins. Der Schüler erklärte „seinem Schützling“ Egon, wie WhatsApp genutzt wird, was der AppStore bietet oder auch wie man Memo-Apps drucken kann.
Der fast 80-jährige Lehrter zeigte sich wissbegierig und begeistert:“Für uns bietet ein Smartphone viel Neues. Ich habe auch Großkinder, die mir oft helfen, aber sie erklären es nicht, sie machen es einfach. Aber ich möchte wissen, wie es funktioniert, daher ist das eine tolle Aktion hier“, lobte der Senior.
„Auch für mich ist es eine tolle Erfahrung. Ich lerne hier den Respekt im Umgang mit älteren Menschen und kann mein Wissen weiter geben“, fügt KGS-Schüler Marek Maertins hinzu.
„Da die Aktion so gut angenommen wurde, können wir uns vorstellen, diese jedes Jahr anzubieten", so Kay Jürgens, „Auch eine Erweiterung um die Nutzung von PC ist denkbar.“