Seit 125 Jahren „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“

Neben der noch funktionstüchtigen Handdruckspritze (li.) aus dem Gründungsjahr 1893 und mit dem Feuerwehrmusikzug im Rücken, begrüßte Ortsbrandmeister Heinrich Könecke (re.) die gut 300 Festkommersgäste in Ramlingen. Foto: Georg Bosse

Unterhaltsame Jubiläumsfeier der Ortswehr Ramlingen/Ehlershausen

RAMLINGEN (gb). Im Jahr 1893 wurde in Ramlingen eine freiwillige Ortsfeuerwehr gegründet, die sich aus Verantwortung für ihre Mitbürger dem Motto „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ verschrieben hatte. 20 Jahre später präsentierten sich die Kameraden nicht nur als Ersthelfer und tüchtige Rettungskräfte, sondern auch musikalisch – der Feuerwehrmusikzug (FMZ) wurde ins dörfliche Leben gerufen. Weitere 80 Jahre später wurde eine Jugendfeuerwehr aus der Taufe gehoben und seit 2016 besteht die Kinderfeuerwehr.
Die alles in allem 125-jährige Historie war der heutigen Freiwilligen Feuerwehr Ramlingen/Ehlershausen um Ortsbrandmeister Heinrich Könecke am vergangenen Freitagabend ein festlicher Jubiläumskommers wert, zu dem gut 300 Gäste im Ramlinger Erntefestzelt begrüßt werden konnten. Neben Burgdorfs Vize-Bürgermeister Matthias Paul und Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig, waren auch der Erste Stadtrat Lutz Philipps, Feuerwehrausschussvorsitzender Armin Pollehn sowie etliche Delegationen befreundeter Ortswehren aus der Auestadt, Adelheidsdorf, dem „Alten Löschbezirk“ und der Partnerwehr aus Kleinmühlingen (Sachsen-Anhalt) der Einladung zu diesem abendlichen, unterhaltsamen Umtrunk im feierlichen Rahmen gefolgt. Nach dem warmen Abendessen konnte vom launigen Conferencier Hendrik Becker, alias „Papilio“ vom Theater Löwenherz (Wettmar), der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Dr. Hendrik Hoppenstedt (Burgwedel), als Überraschungsgast am Tisch der Ehrengäste begrüßt werden. Für die musikalischen Momente sorgte der Feuerwehrmusikzug Ramlingen/Ehlershausen, der von Kameraden aus dem benachbarten Adelheidsdorf verstärkt worden war.
Den Auftakt zu diesem beeindruckenden Gratulationsreigen machte ein kleines Geburtstagsständchen, das von einem kurzen Konfettiregen begleitet wurde. „Ich danke den Gründern und all meinen Amtsvorgängern, die diese freiwilligen Aufgaben im Sinne „Einer für alle, alle für einen“ übernommen haben. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat die Ortswehr den Beweis angetreten, das der Schutz vor Schadenereignissen wie Feuer, Wasser und Unfällen nur im kameradschaftlichen Zusammenwirken möglich ist“, sagte Heinrich Könecke zur Begrüßung.
Dass die Feuerwehr auch funktionierende Ehen stiften kann, ging aus Grußkarten hervor, die Papilio zuvor im Publikum mit der Bitte verteilt hatte, persönliche Glückwünsche an die Kameraden zu formulieren. Am besten gefiel den Gästen die Geburtstagsgrüße der neunjährigen Leonie für Catarina Werder, die just an diesem Tag ihr Wiegenfest feierte. Dafür gab es für die Lebenspartnerin des stellvertretenden Ortsbrandmeister Mike Kories einen proppenvoll gefüllten, knallroten Löscheimer.
Nach Roter Grütze mit Vanillesoße wurde die im Wechsel von Wort, Spiel und Musik erzählte Ortswehrgeschichte mit Grußworten von Birgit Meinig sowie des Regionsstabführer Rüdiger Finze (Bennigsen) kurzweilig fortgesetzt. Dieser hatte auch die Gratulation von Vizeregionsbrandmeister Detlef Hilgert (Sehnde) im Gepäck.