„Schweigespuren“ sollen dauerhaft nach Burgdorf kommen

Auftaktveranstaltung am 31. Oktober im Burgdorfer Schloss

BURGDORF (r/jk). In den Jahren 2007/2008 hat der Flensburger Bildhauer und Maler Uwe Appold den Burgdorfer Gedenkfries erstellt, der im Ratssaal des Schlosses angebracht worden ist. Er enthält die Namen der deportierten und ermordeten jüdischen Burgdorfer Bürgerinnen und Bürger. Uwe Appold hat die Namen der Opfer mit ihren Geburts- und Sterbedaten auf die Leinwand gebracht und mit Burgdorfer Erde, unter anderem mit Erde vom jüdischen Friedhof, bedeckt. Buchstaben und Zahlen hat er dann wieder herausgebrochen. Sichtbar geblieben sind deren Spuren. Die herausgebrochenen Buchstaben und Zahlen sowie die restliche Erde vom jüdischen Friedhof hat Uwe Appold in einen Bilderzyklus, „Schweigespuren – ein Requiem in elf Bildern“, eingearbeitet .
Ein Team aus Vertretern von Scena - Kulturverein im VVV, der Kirchengemeinden, des Gedenkwegs 9. November sowie der Ratsmitglieder und der Stadtverwaltung Burgdorf hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Zyklus dauerhaft nach Burgdorf zu holen und hier zu präsentieren.
Nähere Informationen gibt es in der Auftaktveranstaltung „Schweigespuren nach Burgdorf“ am Mittwoch, 31. Oktober, ab 19.00 Uhr im Ratssaal des Burgdorfer Schlosses.
Nach einem Grußwort von Bürgermeister Alfred Baxmann, wird der Künstler Uwe Appold einen Einblick in seine Ideenwerkstatt und in seine Arbeit im Atelier geben. Insbesondere wird er erläutern, wie ihn Gedichte von Paul Celan dazu inspiriert haben, den Bilderzyklus „Schweigespuren“ zu gestalten. Das Projekt „Schweigespuren nach Burgdorf“ wird Meinhard Janssen vorstellen. Der in Burgdorf durch mehrfache Darbietungen bestens bekannte Professor Andor Izsák, Direktor des Europäischen Zentrums für jüdische Musik in Hannover, wird der Veranstaltung mit Musik zum Bilderzyklus einen besonderen Akzent verleihen.
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind herzlich hierzu eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 05136/6268.