Schutz vor herabfallenden Ziegeln

Die Stadt hat am Rathaus I ein Sicherungsgerüst aufstellen lassen.

Das Rathaus I wird von einem Sicherungsgerüst eingefasst

Burgdorf (fh). Sowohl nach vorne zur Marktstraße hin als auch zu den beiden Seiten wird das Rathaus I von einem Gerüst eingerahmt. Doch Baulärm wird dort in den nächsten Wochen noch nicht zu hören sein - denn in erster Linie dient das Metallgestell der Sicherheit. Die Stadt hat kürzlich den Sanierungsbedarf des historischen Fachwerkhauses untersuchen lassen und dabei sind die Architekten zu dem Ergebnis gekommen, dass von der Ziegeleindeckung aufgrund ihres desolaten Zustands eine Gefahr ausgehe.
Nun rüstet ein Unternehmen aus Hannover das Gebäude dreiseitig ein - zur Rathausstraße, zur Marktstraße und zur Neuen Torstraße hin. Dadurch soll verhindert werden, dass Ziegel oder andere abgebrochene (Klein-)Teile nach unten fallen und Menschen verletzen können. Der an das Rathaus angrenzende Bereich des Fußwegs kann nicht genutzt werden. Voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 wird das Gerüst stehen bleiben. In dieser Zeit können der Stadt zufolge von dort aus auch punktuelle Prüfungen vorgenommen werden, die lediglich von der Außenseite möglich sind.
Schon jetzt steht fest, dass das gesamte Satteldach einschließlich der Gauben für rund 766.000 Euro erneuert werden muss. Allerdings sollen die Arbeiten erst im Zusammenhang mit der ebenfalls angestrebten Innenraum- und Fassadensanierung ausgeführt werden. Dafür stehen zwei Varianten zur Wahl, die sich vom Aufwand und von den Kosten her deutlich unterscheiden. Für die sogenannte Minimallösung setzt das Architekturbüro Höhlich & Schmotz 23 Monate Bauzeit und rund 2,1 Millionen Euro an, für die Optimallösung sind es 32 Monate und 3,1 Millionen Euro. Noch ist das letzte Wort in dieser Hinsicht nicht gesprochen - die Ratspolitiker werden darüber nach der Sommerpause entscheiden.