Schillerslage feierte mit zahlreichen Besuchern sein 25. Dreschefest

Mathias Straßner (re.) demonstrierte das beschwerliche Pflügen mit zwei Pferdestärken. (Foto: Georg Bosse)

Jubiläumsausgabe war eine gelungene Dorfgemeinschaftsleistung

SCHILLERSLAGE (gb). Unter der Themenstellung „Korn“ hat am vergangenen Sonntag das 25. Dreschefest in Schillerslage stattgefunden. Seit 1986, immer am dritten Sonntag im September, laden die Dorfgemeinschaft und der Förderverein der Freiwilligen Ortswehr Schillerslage (FOS) zu einer anschaulichen Reise in die Vergangenheit ein, als die landwirtschaftliche Arbeit noch eine mühselige Plackerei war und alle erforderlichen Arbeitsschritte in Schwielen verursachender Handarbeit erledigt werden musste.
Den Auftakt machte ein Gottesdienst unter freiem Herbsthimmel auf dem „Dorfplatz“ unweit des Feuerwehrhauses, an dem auch der örtliche Kindergarten beteiligt war. Dort hatten etwa 250 Dorfbewohner ein Rund mit Dorfschmiede, Back-, Wein- und Kartoffelbuden sowie mit einer Muckefuck- und Milchbar aufgebaut, um den zahlreichen Besuchern die selbst hergestellten Erzeugnisse auf der Zunge zergehen zu lassen.
Wie die Bauern noch vor nicht allzu langer Zeit gepfügt und geeggt haben, wurde den Zuschauern von Heiner Wehrs und Mathias Straßner wirklichkeitsnah veranschaulicht. Auch den kleinen Dreschefest-Gästen wurde es nicht langweilig. Im Aktionszelt des Kindergartens konnte gebastelt und gespielt werden. Sie konnten sich den kühlen Wind auf einer kurzen Tour mit einem älteren „Deutz“-Trecker um die Nasen wehen lassen oder im Stroh herumtollen. Und, wie auch in den vergangenen Jahren, wurden natürlich wieder Kartoffel gerodet und gestoppelt.
Den ehrenamtlichen Organisatoren liegt der volkstümliche Charakter ihres Dreschefestes sehr am Herzen. Dies ist den Schillerslagern auch im 25. Jahr ihrer bereits traditionellen Veranstaltungsreihe ausgezeichnet gelungen.