Schießanlage soll umgebaut werden

Schießsportleiterin Anja Piel (rechts) zeichnet die Kreiskinderkönigin Leah-Sophie Bähre aus. (Foto: privat)
 
Jens Voutta (links) und Volker Scher werden für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der Burgdorfer Schützengesellschaft ausgezeichnet. (Foto: privat)

Bei der Herbstversammlung stimmen die Mitglieder der Burgdorfer Schützengesellschaft dem Projekt zu

Burgdorf (r/fh). Die Burgdorfer Schützengesellschaft plant die Modernisierung ihrer Schießanlage im Schützenheim An der Bleiche. Bisher kommt dort noch eine Seilzuganlage mit Papierscheiben zum Einsatz, die rund 40 Jahre und mittlerweile recht störanfällig ist. Wie viele andere Vereine will die Schützengesellschaft jetzt auf eine elektronische Meyton-Anlage umstellen. Auf der Herbstversammlung des Vereins Anfang November hat Schießsportleiterin Anja Piel den Mitgliedern das Projekt vorgestellt. Der Umbau solle den Schützen im Training und bei Wettkämpfen auch künftig die besten Bedingungen ermöglichen. "Unser Ziel ist es, den Schießbetrieb noch attraktiver zu gestalten", sagte Piel. Die Maßnahme soll im kommenden Sommer umgesetzt werden und kostet voraussichtlich 65.000 Euro. Die Mitglieder haben dem Vorhaben zugestimmt.
Zu Beginn der Herbstversammlung hatte Jörg Hoppe, Vorsitzender der Burgdorfer Schützengesellschaft, auf das zweite Pandemiejahr ohne das traditionelle Volks- und Schützenfest zurückgeblickt. "Von Normalität kann immer noch keine Rede sein, auch wenn das Vereinsleben mit sportlichen Wettbewerben und Veranstaltungen langsam wieder anläuft", berichtete er. Sechs Monate habe der Trainings- und Wettkampfbetrieb von November 2020 bis in den Mai hinein komplett geruht. Danach konnte er unter strengen Hygienevorschriften schrittweise wieder aufgenommen werden. Mittlerweile ist der Schießsport wieder auf allen Schießständen der Burgdorfer Schützengesellschaft möglich, weiterhin unter Beachtung der jeweils aktuellen Vorschriften.
Eine besondere Auszeichnung erhielt Jungschützin Leah-Sophie Bähre im Verlauf der Versammlung. Die Schülerin hat erfolgreich am Kreiskinderkönigsschießen des Kreisschützenverbandes Burgdorf teilgenommen. Bei der Kreisdelegiertentagung in Uetze wurde sie vor wenigen Wochen zur Kreiskinderkönigin proklamiert. Schießsportleiterin Anja Piel und ihr Stellvertreter Michael Jahn überreichten ihr eine Schützenscheibe im Design der Kreiskönigsscheiben, wie sie die älteren Würdenträger alljährlich beim Kreiskönigsschießen gewinnen können. Den internen Wettbewerb um die Korporationsscheibe gewann die Mannschaft der Schießsportabteilung mit Ingo Bähre, Dennis Bregas, Cord-Christian Hansen, Michael Jahn und Marvin-Moe Jux.
Bei den Wahlen zum Festvorstand wurden Olaf Pietruschinski und Georg Rieger für vier weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Für das kurz vor der Versammlung plötzlich verstorbene Festvorstandsmitglied Jens Haak wurde zunächst kein Nachfolger bestimmt. Ein Nachfolger soll im kommenden Jahr gewählt werden.
Die Burgdorfer Schützengesellschaft will am 22. Januar 2022 ihr Wintervergnügen unter Einhaltung der 2G-Regel feiern. Platzreservierungen sind ab dem 15. November im Schützenheim möglich. Die Wettbewerbe um die Winterkönigswürden finden vom 11. bis 16. Januar statt. Auch das Burgdorfer Volks- und Schützenfest soll im kommenden Jahr wieder gefeiert werden. Termin ist der 23. bis 26. Juni. In welchem Rahmen das älteste Volksfest der Stadt Burgdorf im kommenden Jahr gefeiert werden kann, steht allerdings noch nicht fest. "Wir können noch keine verlässlichen Aussagen treffen, sind aber mit den Schaustellern im Kontakt", berichtete Jörg Hoppe.
22 Mitglieder wurden bei der Herbstversammlung für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt: Volker Scher und Jens Voutta für 50 Jahre sowie Matthias Meyer und Matthias Mollenhauer für 40 Jahre. Weitere Mitglieder wurden für ihre 15- beziehungsweise 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.