Scena präsentierte Sonatenabend mit Musikern der Extraklasse

Mit konzentrierter Leichtigkeit begeisterten Violinist Andrej Bielow (li.) und Pianist Ilya Rashkowskiy (re.) die Zuhörer beim Burgdorfer Kultursommerkonzert 2010 im Ratssaal des Schlosses. (Foto: Georg Bosse)

Konzert mit Andrej Bielow und Ilya Rashkowskiy war eine Punktlandung

BURGDORF (gb). Beim Burgdorfer Kultursommerkonzert 2010 mit Sonaten für Violine und Klavier von Ludwig van Beethoven, dem tschechischen Komponisten Leoš Janá
ek und Maurice Ravel sowie einer Suite im alten Stil des russlanddeutschen Komponisten und Pianisten Alfred Garrijewitsch Schnittke, erlebten gut 100 Klassikfans am vergangenen Samstagabend im Ratssaal des Schlosses einen musikalischen Hochgenuss.
Auf Einladung des Kulturvereins Scena weilten der ukrainische Geiger Andrej Bielow und der russische Pianist Illya Rashkowskiy in der Auestadt und verzauberten mit vollendetem Spiel ihr Publikum. Dabei entpuppte sich Andrej Bielow, der derzeit in Hannover lebt, als „violinistischer Überflieger“. Ebenfalls in Hannover lebt Ilya Rashkowskiy. Der junge Mann aus Russland gab sein erstes Klavierkonzert bereits mit acht Jahren. Und mit neun Jahren trat er ins Konservatorium von Novosibirsk ein.
Mal kraftvoll, mal leichthändig, aber immer mit vollem Körpereinsatz, ließ Bielow seinen Geigenbogen über die vier Violinensaiten tanzen, während sein kongenialer Partner Rashkowskiy ihm bei den Stücken jederzeit auf den Fersen blieb und jeder Tastenanschlag eine Punktlandung war. Ihr dynamisches Variationsspektrum verlieh jedem Werk ein Schuss Spannung und Ausdruckskraft, ohne dass die zwei Virtuosen dabei angestrengt wirkten. Das war höchste Konzentration bei gleichzeitiger Leichtigkeit und damit ein außergewöhnlicher Konzertabend in Burgdorf.