Saisonstart im Burgdorfer Freibad

Betriebsleiter Ralf Beer (rechts) und sein Stellvertreter Ernst Dobosz freuen sich über den Saisonstart im Freibad.
 
Im Keller sind Betriebsleiter Ralf Beer (links) und sein Stellvertreter Ernst Dobosz als Cartoon-Figuren an die Wand gemalt.

Es gilt ein ähnliches Hygienekonzept wie im vergangenen Jahr / Große Nachfrage nach Schwimmkursen

Burgdorf (fh). Das Burgdorfer Freibad startet am Samstag, 5. Juni, in die Sommersaison. Aufgrund der gesunkenen Corona-Infektionszahlen in der Region ist das nun wieder erlaubt und da die Inzidenz bereits seit mehr als fünf Tagen unter 35 liegt, ist für den Besuch auch kein Schnelltest mehr erforderlich. Somit kann das Freibad im Wesentlichen mit dem gleichen Hygienekonzept öffnen wie im vergangenen Jahr. „Das hat gut funktioniert. Die Besucher waren größtenteils sehr kooperativ. Wir mussten kaum hinterherlaufen, um an die Regeln zu erinnern“, blickt der Betriebsleister Ralf Beer zurück.
Im Innenraum gilt wieder Maskenpflicht, auf dem Außengelände kann die Mund-Nasen-Bedeckung abgesetzt werden. Außerdem sollen alle darauf achten, sowohl im Wasser als auch an Land einen Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Um Gedränge zu vermeiden, ist zu den Duschen und Umkleiden eine Einbahnstraßenregelung ausgeschildert.
Alle Besucher müssen am Eingang ihre Kontaktdaten hinterlegen. Wer Zeit sparen möchte, kann ein Online-Konto erstellen. Dann braucht er bei der Ankunft nur noch seinen persönlichen Zahlencode zu nennen. Und der Besuch der Internetseite www.hallenfreibad-burgdorf.de lohnt sich auch noch aus einem anderen Grund: Denn dort lassen sich die aktuellen Besucherzahlen verfolgen, um abzuschätzen, ob es noch freie Plätze gibt.
Bis auf Weiteres dürfen sich höchstens 350 Gäste gleichzeitig im Bad aufhalten, bis zu 100 von ihnen im Wasser. Um einen besseren Überblick zu behalten, unterteilt das Team das Becken in drei Bereiche: Schwimmer, Nicht-Schwimmer und Sprungturm. Das Plansch- und Babybecken bleiben vorerst gesperrt. „Dort wäre es kaum möglich auf Abstand zu achten. Wir könnten sie deshalb erst öffnen, wenn die Inzidenz noch deutlich niedriger ist“, begründet Beer. Im vergangenen Jahr sei das gegen Saisonende für kurze Zeit möglich gewesen.
Damit trotz der Begrenzung der Besucherzahl, möglichst viele Menschen das Freibad nutzen können, werden die Tage in bis zu vier Zeitfenster unterteilt (siehe Kasten). Die Eintrittskarte gilt dann jeweils nur für einen Slot. Danach müssen alle Besucher das Bad verlassen und es folgt eine Pause, in der die Mitarbeiter Handläufe und vieles mehr desinfizieren. Ermäßigungen wie im vergangenen Jahr gibt es diesmal nicht, es gelten jetzt wieder die regulären Eintrittspreise.
Das Hallenfreibad war wegen der durchgängig hohen Infektionszahlen seit dem 2. November komplett geschlossen. Neun der 13 Mitarbeiter waren deshalb in Kurzarbeit. Der Auszubildende und drei weitere Mitareiter waren im Dienst und erledigten Dinge, die im Laufenden Betrieb meist liegen bleiben. Zuletzt haben sie beispielsweise den Keller neu gestrichen – und die weißen Wände auf Inititaive von Sandra Kortstiege dabei gleich noch mit einigen bunten Figuren aufgepeppt. So gibt es dort gerade für Kinder bei der nächsten Führung hinter den Kulissen viel zu entdecken.
Das Hallenbad wird voraussichtlich erst Mitte Oktober wieder regulär öffnen können, weil in den nächsten Monaten die blaue Röhrenrutsche durch ein neues Modell aus Edelstahl ersetzt werden soll. „Das können wir nicht auf die lange Bank schieben. Denn aufgrund von statischen Problemen durften wir die alte Rutsche in der zurückliegenden Saison gar nicht mehr in Betrieb nehmen“, erläutert Beer. Seitdem laufe die Planung für die neue Rutsche. „Dass die Umsetzung noch nicht begonnen hat, liegt auch daran, dass die Suche nach einem Ingenieur lange gedauert hat. Sie haben alle volle Auftragsbücher. Wir sind deshalb froh, dass wir jetzt einen gefunden haben“, betont der Badleiter.
Wenn das Hallenbad im Herbst wieder öffnen kann, sollen auch wieder neue Anfängerschwimmkurse angeboten werden. Eine Anmeldung sowohl für Kinder ab fünf Jahren als auch für Erwachsene ist ausschließlich über die Internetseite www.hallenfreibad-burgdorf.de möglich. Allerdings gibt es bereits eine längere Warteliste. „Sie füllt mittlerweile drei DinA4-Seiten. Wir merken, dass es aufgrund der langen Corona-Pause jetzt einen besonders großen Bedarf gibt“, so Beer. Auch im Freibad laufen deshalb jetzt zwei Schwimmkurse an, die aber schon komplett ausgebucht sind.

Die Schwimmzeiten
Das Freibad öffnet ab dem heutigen 5. Juni wie folgt: montags von 8 bis 13 Uhr, von 14 bis 17.30 Uhr und von 18 bis 19.30 Uhr, dienstags bis freitags von 6 bis 8.30 Uhr, von 9 bis 13 Uhr, von 14 bis 17.30 Uhr und von 18 bis 19.30 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Die Eintrittskarte gilt jeweils für einen Zeitslot.